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06.11.07 12:12

Autorenstreik in Hollywood schadet vor allem der TV-Industrie

... und nicht zuletzt uns, den Konsumenten

Nun ist er da, der Streik der Drehbuchautoren in Hollywood. Seit fast 20 Jahren ist es der erste seiner Art, im Jahr 1988 dauerte die Arbeitsniederlegung ganze 22 Wochen und kostete der Branche an die 500 Millionen Dollar. Bei gleicher Streikdauer rechnet man diesmal mit doppelt so viel. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Film- und Fernsehautoren und den Vertretern der Filmstudios konnte keine Einigung erzielt werden. Nun stellen sich beide Seiten auf eine lange Streikdauer ein, laut einem Sprecher der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) seien derzeit keine neuen Verhandlungen in Sicht.

Doch worum geht es eigentlich?
Der Tarifvertrag der US-Drehbuchautoren lief letzte Woche aus. In den Neuverhandlungen forderte die Gewerkschaft für ihre 12000 Mitglieder eine größere Beteiligung an den Einnahmen aus den DVD-Verkäufen und den Internet-Downloads. Die Studios wehen jedoch wieder einmal mit der berüchtigten Raubkopiererfahne und befürchten die Gefährdung des Wachstums in ohnehin schwierigen Zeiten höherer Kosten und geringerer Margen.

Die Filmindustrie konnte sich einigermaßen darauf vorbereiten. Früh wurden Drehbücher erworben und überarbeitet, gedreht wird auch während des Streiks ohne Unterlass. Die Fernsehbranche und damit auch die Zuseher bekommten jedoch die Auswirkungen aus erster Hand zu spüren. Vor allem Fans von amerikanischen Late-Night-Talkshows dürfen sich auf Wiederholungen ihrer Lieblinge David Letterman, Conan O’Brien, Jay Leno & Co. einstellen, gehen diesen doch die Gag-Schreiber ab, was eine Ausstrahlung unmöglich macht.

Die Drehbuchautoren dürfen sich im übrigen über prominente Unterstützung freuen. Talkmaster Leno brachte den Streikposten vor dem TV-Sender NBC Doughnuts und bekräftigte noch einmal die Wichtigkeit des Berufsstandes, ohne den er einfach nicht lustig sei. Ex-Seinfeld-Star Julia Louis-Dreyfus zog sich gar ein Gewerkschaftsshirt über und schloss sich lautstark den Streikenden an. Auch seitens der Politik bekommen die Autoren Rückenwind: Die beiden demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und Hillary Clinton zeigten Verständnis für deren Forderungen.

Doch nicht nur die von der Tagespolitik lebenden Shows sind betroffen, sondern auch viele der hierzulande bekannten und beliebten US-Serien. So berichtet TV Guide, dass es für die zweite Season der Superheldenserie Heroes, deren erste Staffel gerade erfolgreich auf RTL 2 ausgestrahlt wird, nun zu Nachdrehs kommen wird. So wird man sich um ein alternatives Ende für die am 3. Dezember in den USA auszustrahlende Folge bemühen, damit diese auch als Seasonfinale funktioniert. Das geplante sechsteilige Spinoff Heroes: Origins wurde überhaupt abgesagt.

Und auch die Mysteryserie Lost hat mit den Auswirkungen zu kämpfen. Laut dem ausführenden Produzenten Carlton Cuse wird ABC acht fertige Folgen erhalten. Sollte sich der Streik länger hinziehen und damit keine Autoren für die Fertigstellung der restlichen Episoden zur Verfügung stehen, dann würden die Fans wohl monatelang auf diese warten müssen. Darüber hinaus endet die achte Folge laut Cuse mit einem richtig bösen Cliffhanger... Für die Macher ist dies ein doppeltes Dilemma, denn nach der dritten Staffel hat man sich dazu entschlossen, verkürzte Staffeln zu produzieren, diese jedoch am Stück auszustrahlen und keine Seasonpause einzulegen, die bei den Lost-Fans besonders stark bekrittelt wurde und zu Quotenverlusten führte.
Die letzte Staffel der Comedyserie Scrubs trifft ein ähnliches Schicksal. Von 18 Episoden sind 12 fertig, der geplante Abschluss der Erfolgssendung steht somit in der Schwebe.

Bleibt nur zu hoffen, dass beide Parteien und hierbei vor allem die Hollywoodstudios zur Vernunft kommen. Den Drehbuchautoren steht im digitalen Zeitalter nun mal ein angemessener Anteil zu. Derzeit bekommt ein Autor vom Verkauf einer DVD vier oder fünf Cents, verlangt werden acht. Filme, TV-Shows und Serien sind auf gute Drehbücher angewiesen, davon profitieren nicht nur die Studios und Sender mit Kino- und Quotenerfolgen und deren Nachwehen wie Merchandise- und Werbeeinnahmen, sondern natürlich auch die Konsumenten, also wir alle, die nach guter Unterhaltung auf der großen Leinwand und/oder dem kleinen Fernsehschirm gieren.

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