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16.11.05 10:35

Sony in Bedrängnis - Sindbad-Film mit Keanu Reeves abgesagt

Wegen des lausigen Kassenerfolges von Stealth und weiterer Flops

Sony wird The 8th Voyage of Sinbad, den geplanten Big Budget-Film über Sindbad den Seefahrer, nicht mehr produzieren.

Rob Cohen sollte den Film mit Keanu Reeves in der Hauptrolle inszenieren. Cohens letzter Film, Stealth, spielte bei einem Budget von 135 Mio. $ in Nordamerika ganze 32,1 wieder ein und bescherte Sony einen Verlust von fast 50 Mio. $. Ob dieser Verlust gerechtfertigt war, könnt Ihr übrigens in unserer Kritik nachlesen.

"Es schien für uns keine gute Idee zu sein, [Sinbad] nach Stealth zu machen," so Amy Pascal, Vorsitzende der Motion Picture Group bei Sony Pictures Entertainment.

Die Streichung des teuren Projekts ist ein Fall von Schadensbegrenzung für das Studio, das in diesem Jahr eine Schlappe nach der anderen einstecken musste.
Seit The Grudge (2004) schaffte nur Hitch den Sprung über die 100 Mio. $-Marke an den heimischen Kinokassen.
Neben Stealth blieben auch XXX 2, Bewitched (Verliebt in eine Hexe), Spanglish, Lords of Dogtown (Dogtown Boys), Deuce Bigalow 2 und Oliver Twist hinter den Erwartungen zurück. Selbst Die Legende des Zorro, der im Ausland erfolgreich läuft, musste sich zu Hause Saw 2 geschlagen geben.
Im dritten Quartal 2005 fuhr Sony Pictures Entertainment, bestehend aus Columbia Pictures, Screen Gems, Tristar Pictures und Sony Pictures Classics, einen Verlust von 57,2 Mio. $ ein.

Schon bevor der neueste Streich, Zathura, an den heimischen Kassen heillos gegen Disneys Chicken Little unterlag machte man bei Sony Pläne für eine Umstrukturierung.
Besonders im Mittelbereich, zwischen den teuren potentiellen Blockbustern und den preiswerten Genrefilmen, soll gekürzt werden.
Zudem sollen Finanz-Partner an Bord geholt werden, wie jüngst für Memoirs of a Geisha (Bei uns: Die Geisha).

Bei The Da Vinci Code, Ron Howards Adaption mit Tom Hanks, die von Brian Grazer produziert wird, sorgte Bob Osher, Chief Operating Officer der Motion Picture Group, für eine nicht näher spezifizierte Reduzierung der Kosten, genauer gesagt der Anteile, die die drei an den Einnahmen erhalten.

Trotz allem pochte man darauf, mit den Einnahmen nur hinter 20th Century Fox und Warner Bros. zu liegen. Große Hoffnungen liegen in den kommenden Titel wie Rent, Memoirs of a Geisha oder auch Dean Parisots Fun With Dick and Jane mit Jim Carrey, der nach massiven Nachdrehs und damit verbundenen exorbitanten Kosten, nun endlich Erfolg versprechen soll.

Im Gegensatz zu anderen Studiochefs erklärte Pascal, sie werde auch weiterhin an den Regisseuren festhalten, an die sie glaube, anstatt sie zu feuern sobald ihre Projekte Probleme machen.
Dennoch fügte sie hinzu, "unsere Filme waren einfach nicht gut genug, Punkt. Sie waren nicht originell genug."

Roger Birnbaum, Vorsitzender von Spyglass Entertainment, Investor und Vertriebspartner bei Die Legende des Zorro und Memoirs of a Geisha, sagte, die Durststrecke werde wie viele andere kurzlebig sein.
"Es passiert jedem Studio, es kommt und geht. Geisha hat eine gute Chance auf den Oscar (als Bester Film), und dann wird sich niemand mehr an diese Periode erinnern. Es brauchte Mut und Voraussicht, um diesen Film zu machen."

Quelle: Los Angeles Times

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comments
#1
Eminence
16.11.05 14:40
Sehr ausführliche und interessante News. Ich glaube dass die Einsicht Pascals ein erster Schritt hin zu einem Gesundstoßen der Industrie sein könnte. Wenn man begreift, daß Qualität nicht unbedingt mit riesigen Produktionskosten einhergehen muß und außerdem ausschlaggebend für den letztendlichen Erfolg ist, dann stehen der Kinoindustrie wieder bessere Zeiten bevor (wenns auch net soooo schwarz aussieht wie des öfteren herumposaunt wird). Nach oben

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