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12.08.04 11:50

Der Untergang - Diskussionen schon vor dem Kinostart

Bereits fünf Wochen vor dem offiziellen Kinostart am 16.September beginnen die Diskussionen um den neuen Oliver Hirschbiegel-Film Der Untergang, der die letzten Tage im Führerbunker zeigt.

Bei einer Präsentation des Filmtrailers in Berlin stellte Produzent Bernd Eichinger klar, dass er zwar keine Sympathien für den Führer wecken wolle, aber dass es durchaus "Momente der Identifikation" geben dürfe. Schließlich sei Hitler (gespielt von Bruno Ganz) laut Zeitzeugen ein "freundlicher, netter Mann" gewesen.
Letzendlich wolle er dem Publikum aber keine vorgefertigten Urteile, sondern viel mehr Tatsachen liefern "ohne zu moralisieren".

Immerhin rund 20 Jahre beschäftige sich Eichinger bereits mit Hitler, über den er nach eigener Aussage fast 250 Bücher gelesen habe.

Ebenfalls anwesend bei der Präsentation war Hans-Jürgen Syberberg der 1977 bei der Produktion von Hitler – ein Film aus Deutschland noch auf eine reale Darstellung des Führers verzichtet hatte. Heute sei es aber durchaus möglich Hitler von einem Schauspieler darstellen zu lassen, urteilte er nach dem Trailer. "Trotz des emphatischen Mitgefühls mit der Figur, die da verreckt.“

Wer selbst einen ersten Eindruck von Der Untergang bekommen möchte, sollte sich den Trailer über unseren Link unten angucken.
(ta)

 Links zum Artikel:


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comments
#1
Nukem
13.08.04 08:32
Dieser Film wird die Nation spalten :twisted:

Naja, der Trailer sah jedenfalls sehr interessant aus!
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#2
Skar
13.08.04 12:26
Ich find die deutsche Einstellung zu dem Thema ziemlich schizoid. Das ist die niemals endende, leidige Debatte darüber, wie man die Vergangenheit zu bewältigen / damit umzugehen hat. Eine ultimative Wahrheit, ein eindeutiges richtig oder falsch gibt es da eh nicht. Wie bei vielen anderen heiklen Themen. Letztendlich muss das wohl jeder für sich entscheiden, und es ist schon auffällig, dass die Presse sich darüber in der Regel mehr aufregt als die wirklich "Betroffenen".

Ich frage: Vergangenheitsbewältigung, fein, aber WESSEN?
Was geht mich das an? Und warum muss ich mich für diese Einstellung rechtfertigen?

Aber reduzieren wir es doch mal aufs Thema Film:

Wenn ein Ami einen Betroffenheits-Blockbuster dreht, isses Pflichtsicht und jede Schulklasse rennt rein. Wenn ein kritisches Bild einer (das lässt sich ja wohl kaum leugnen, so traurig und furchtbar die Umstände auch waren/sind) faszinierenden Person der Geschichte von einem deutschen gemacht wird, muss der sich wieder alle möglichen Vorwürfe gefallen lassen.

Fuck that, sage ich da, ICH lass mich nicht langer mit der Totschlagrhetorik der Political-Correctness-Päpste niederknüppeln.
Der Trailer sieht gut aus, wenn der Film gut gespielt ist guck ich ihn mir an. Und danach geh ich nen Kaffee trinken und reisse Witze über Behinderte, Alte, Arme, Kranke, Schwule, Frauen, Lesben, Ossis, Mantafahrer und Frisösen.
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#3
ozan1000
13.08.04 14:04
Also das der Film gut gespielt ist, steht außer Frage denk ich(schaut euch nur an wer alles mitspielt).
Dann glaub ich das die ganzen Diskussionen auch ein Stück von den Machern selbst losgetreten sind zwecks PR.
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#4
Skar
13.08.04 14:17
Kann schon sein, halte ich aber für eher unwahrscheinlich, denn mit genau der Masche in Sachen "provokantes aus der Nazizeit" ist ja erst dieser komische Thor Kunkel ziemlich auf die Fresse gefallen. Nach oben
#5
ozan1000
13.08.04 14:41


Klar aber erstens dachte ich dass sich sein Roman "Endstufe" doch recht gut verkauft hat, und zweitens gab es bei Thor Kunkel wesentlich mehr und gerechtfertigten Anlass für die ganze Aufregung.
Dahingegen ist "der Untergang" wohl eher "harmlos".
Ich erwarte einen Film, der die "menschliche" Seite des "Monsters" Hitler zeigt, denn bei all seinen Greueltaten war er "nur" ein Mensch...Er wird bestimmt nicht als "Gutmensch" dargestellt, aber zumindest mal als ein Mensch mit Gefühlen, und das hat sich halt bis dato niemand so recht getraut, und mit Bruno Ganz und Oliver Hirschbiegl sind zwei am Start die das bewerkstelligen könnten ohne die Verbrechen zu verharmlosen.
"Edit" Trotzdem wird der Aufschrei wohl groß sein, bin mal gespannt wie die Amis den Film aufnehmen
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#6
Skar
13.08.04 14:45
Auch wieder wahr, ja. Nach oben
#7
Net-Jedi
13.08.04 16:19
Ein heikles Thema, keine Frage, aber ich trauer Hirschbiegel ein ganz großes Stück deutschen Kinos zu. Das Experiment war ja schlichtweg der Hammer und Die Unberührbare, ja ein totales Kontraststück hatte auch sehr viele positive Rezensionen.

Spannend bleibt die Frage, wie es geschafft wird Hitler als Menschen darzustellen und sich dennoch von ihm zu distanzieren. Auf jeden Fall ein Must-See.
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#8
Andy
14.08.04 09:37
Uiuiui... da bin ich ja mal gespannt. Trailer is wirklich supi!

Ich weiß nicht, ob man den Film daran messen sollte, wie er die Person des Führers zeichnet... man sollte ihn eher daran messen, wie der Film die Einstellung der Deutschen allgemein zum Krieg und zum Nationalsozialismus zeigt.

Ganz ehrlich: Ich rege mich nicht auf, wenn jemand Hitler menschliche Züge verleiht. Wer einem Monster menschliche Züge verleiht, macht es nicht normaler, nur grotesker!

Wenn aber die Deutschen alle als willenlose Mitläufer dargestellt werden, die fröhlich den Arm heben, dann werd ich sauer. Denn da gab es im Gegensatz zur Nazi-Spitze doch auch eine andere Seite.

Naja, der Trailer sieht zumindest nicht danach aus... also wozu der ganze Schmonz. ;)
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#9
jedri
18.08.04 17:15
Mein Freund und ich hatten das Glück den Film schon gestern in deutschlands einziger Sneak-Preview in Münster zu sehen.

Ein Meisterwek! Ich muß sagen der Film hat mich sehr mitgenommen. Der Kontrast zwischen der haarsträubenden Dekadenz und Verblendung im engsten Führerkreis und der grausamen Realität des Krieges ließ mich bis zum Schluß den Atem stocken. Auch das heikle Thema Hitler in allen Facetten darzustellen ist wirklich sehr glaubwürdig gelungen.

Fazit:
Ein Film den sich jeder ansehen sollte um niemals zu vergessen wie sehr sich Menschen beeinflussen lassen. Ein Film der zum Nachdenken anregt...
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#10
Tico
24.08.04 20:41
Das erschreckende am Nationalsozialismus ist doch gerade, dass nicht außerirdische Monster auf die Erde gekommen sind und das alles veranstaltet haben. Hitler kam aus Österreich, Planet Erde, Spezies Mensch. Und noch so ein Adolf, nämlich der Eichmann, der hunderttausende Juden ins KZ transportieren ließ, der war auch kein Monster, der war Bürokrat, (nachzulesen bei Hannah Ahrend) - heute würde so jemand Hartz-IV-Formulare einsortieren.

Adolf Hitler ist doch für viele nur noch das Monster im Wandschrank, dass man immer mal wieder hervorholt, wenn man unangebrachte Vergleiche machen will - etwa um damit Kriege moralisch zu rechtfertigen (Kosovo, Irak...). Da ist ein Film, der den Menschen im Diktator zeigt - und Hitler nicht als das Böse an sich, als große Ausnahme, darstellt - , längst überfällig. Das kann ruhig mal in aller Deutlichkeit gezeigt werden.

Ich bin mir sicher, dass es wieder eine dämliche und verlogene Diskussion über den Film und das Ob und Wie und Warum geben wird, sobald er angelaufen ist. Aber da sollte man es mit Skar halten:

Also: Ansehen und selbst ein Urteil bilden!
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#11
Nachtfalke
26.08.04 12:49
Bin schons sehr gespannt auf den Film, ... wobei ich sagen muss, dass der Trailer recht gut geworden ist.

Betreffend Meinung(en): Wie schon erwähnt wurde, wäre ne sinnvolle Diskussion erst nach dem Sehen angesagt.
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#12
Net-Jedi
26.08.04 17:53
Die Zeit hat dazu eine sehr interessante Kritik geschrieben:
http://www.zeit.de/2004/36/Der_Untergang
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#13
REBR
30.08.04 19:40
Empfehlenswert zum Thema:
Carl Amery, Hitler als Vorläufer
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#14
REBR
30.08.04 19:57

Auf den Punkt getroffen.
Hitler war ein europäisches Phänomen. Die Mächtigen ausserhalb Deutschlands störten sich nicht so sehr an Hitlers Weltbild und Innenpolitik sondern an seinem Machtzuwachs. Und im Hinblick auf die Europäisierung (und - danach - Amerikanisierung) der Welt ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. Man denke nur an die "Neuzüchtung" des Menschen im Zeichen der Genforschung.
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#15
Andy
30.08.04 22:53
Aus der Zeit-Kritik:


Das hab ich auch schon mehrfach gelesen, aber Schauspielerei hin oder her, wäre das eine Leistung, auf die Ihr stolz wäret? Mal ehrlich...
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#16
ozan1000
30.08.04 22:58


Das hab ich auch schon mehrfach gelesen, aber Schauspielerei hin oder her, wäre das eine Leistung, auf die Ihr stolz wäret? Mal ehrlich...[/quote]

Als Schauspieler musst du deine Rolle/Figur lieben, um sie glaubhaft verkörpern zu können. Da braucht man jetzt auch keine moralischen Diskussionen zu entfachen, so isses einfach und jeder Vorwurf an den Schauspieler ist daneben.
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#17
Andy
30.08.04 23:00
War ja auch nicht als Vorwurf an Bruno Ganz gedacht. Nur ne simple Frage. ;)

Im Grunde die selbe Frage wie: Wenn Du die Möglichkeit hättest, George Bush zu doubeln (ernsthaft, nicht als Verarsche), würdest Du es tun?
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#18
Net-Jedi
30.08.04 23:09
Ich denke es kommt darauf an, wie die Figur dann im Kontext des Filmes steht. Wenn der Film als ganzes mit meiner Meinung vereinbar ist, warum dann nicht? Nach oben
#19
Andy
30.08.04 23:13
Ich denke, es kommt eher darauf an, wie die Figur im Kontext der Geschichte dasteht. Also ich würde mich nicht freuen, wenn ich mit Lob dafür überschüttet werden würde, den größetn Massenmörder der Geschichte perfekt imitiert zu haben. Und stolz sein würde ich darauf erst gar nicht.

Aber das ist meine Meinung. Ich glaub, wenn Du den Job annimmst, kannst Du nichts mehr richtig machen.
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#20
ozan1000
30.08.04 23:14
War nicht an dich gerichtet, hatte nur das Gefühl dieser Artikel aus der Zeit suggeriert mir dass Bruno Ganz jetzt auch ganz böse geworden ist...

Auf deine frage zurückzukommen, ich meine du redest davon daß man jemanden "doubelt", aber gerade geile Schauspieler doubeln nicht sondern erschaffen neu, zeigen ihre Interpretation einer Figur. Bruno Ganz hat zwar alle äußerlichen Aspekte seiner "Vorlage" übernommen, aber seine Gedanken, Gefühle muss er selber füllen und es ist "seine Version" von Hitler. Ich meine wir wissen über die letzten Tage Hitlers bescheid, der fortschreitende Wahnsinn, aber wir waren nicht dabei, haben keine Apparatur die damals Hitlers Gedanken Gefühle aufgezeichnet hat damit wir sie mit denen von B.Ganz auf richtigkeit überprüfen können. Ich würde z.b. gerne Georg W. als eine Figur spielen, die seit geraumer Zeit an Impotenz leidet und dies anderweitig versucht zu kompensieren..meine Interpretation.
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#21
Doc Lazy
31.08.04 09:54
...ich meine ein Interview in der BILD gelesen zu haben, in dem Bruno Ganz erklärte, daß er überhaupt keinen Zugang zum Charakter Hitlers gefunden hat. Er hat sich ihm einfach nicht erschlossen. Im Grunde hat er nur den Hitler, den man aus Aufzeichnungen kennt, kopiert, ohne dessen Motive nachvollziehen zu können.

Das macht seine Leistung eher besser als schlechter, aber vielleicht muss er das auch sagen, um seine innere Ruhe zu bewahren oder aber er sagt dies, um eben nicht mit ungewolltem/unangemessenem Lob überschüttet zu werden.

...oder beides :ponder: :wild:
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#22
Flex
31.08.04 16:06
Ich hab ein Interview mit ihm gesehen, da wirkte er wirklich ziemlich mitgenommen. Ich vermute ehrlich gesagt dass er den Zugang in gewissem Maße eben doch gefunden hat. Ich mein, ein Schauspieler von Ganz´ Kaliber findet Zugang zu einer Figur, die klare Ziele verfolgt, wenn er wirklich will.
Dustin Hoffman hat schon mal in einem Interview erzählt dass er mit seiner Frau Probleme kriegt wenn er gerade mal wieder ein Arschloch spielt. Dass man noch ganz andere Probleme kriegt wenn man (ähnliche Herangehensweise an das Schauspiel an sich vorausgesetzt) jemand wie Adolf Hitler spielt, steht wohl ausser Frage.
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#23
Doc Lazy
31.08.04 17:03
uff...Schauspielen ist ein Beruf, der genauso zu Streß führen kann, wie andere, das hatte ich vergessen... :wink:

Es gibt ja viele, die die Arbeit mit nach Hause nehmen, aber im Falle Bruno Ganz wage ich mir das gar nicht vorzustellen...

"Höörrrre, Frrrau! Göb mirrrr mal den Zuckerrr rrröberrr"

:D icon_anxious icon_silenced :wallbash:
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#24
vogel
31.08.04 17:13
hab auch kurz ein interview mit ihm gesehen.. (war glaub ich das wo er so mitgenommen wirkte).. und da meinte er halt dass er ziemlich aufpassen(!) musste sich nicht mit dieser rolle zu identifizieren bzw in hitler selbst reinzuversetzen.. "weil sowas geht eigentlich nicht".. Nach oben
#25
Flex
31.08.04 17:31
Genau, das war´s. Nach oben
#26
Tico
12.09.04 19:23
In der Sendung Kulturfragen, heute (12.9) im Deutschlandfunk hat Eichinger sich noch mal in einem Interview sehr ausführlich zum Thema geäußert. Eventuell kann man den Mitschnitt in den nächsten Tagen hier abrufen:

http://www.dradio.de/dlf/...turfragen/
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