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27.04.07 17:21

Jack Valenti ist tot

Der Ex-MPAA-Chef und Anti-Kopie-Lobbyist

"Ich sage Ihnen, der Videorekorder ist für den amerikanischen Filmproduzenten das, was der Würger von Boston für die einsame Frau zu Hause ist."
Jack Valenti, 1982.

Jack Valenti, ehemaliger Chef der Motion Picture Association of America und Lobbyist gegen Raub- und Privatkopien, ist tot. Er starb an den Folgen eines Schlaganfalls, den er im März erlitten hatte.
Er war 85.

Valenti, der die MPAA 1966 übernahm, half 1968, den berüchtigen Hays Code zu ersetzen, der extreme Einschränkungen für Inhalt und Sprache von Filmen bedeutet hatte. Sein System, was in den USA noch heute in Gebrauch ist, geriet zu Anfang ebenfalls heftig in die Kritik, da es zeitlich mit dem Aufkommen der Independent-Filme zusammen fiel, die sich vor allem durch Profanität und Sexualität versuchten, vom Mainstream abzusetzen.
Sein Kampf gegen den 1966er Oscar-Gewinner Who’s Afraid of Virginia Woolf?, bei dem Valenti jedes Detail und jedes Wort haarklein analysierte und kritisierte, sollte Arbeitsstil und Ruf der MPAA für Jahre bestimmen.
Als sein Freigabesystem in den 80ern unter Beschuss geriet, nachdem brutale Filme wie Indiana Jones and the Temple of Doom für 12jährige freigegeben worden waren, schuf er die PG-13-Freigabe und ersetzte das stigmatisierte X-Rating zum Teil durch NC-17, was dann auch gleich seine eigene Berühmtheit erlangte, als Paul Verhoeven sich ihm bei seinem Film Showgirls als PR-Instrument bediente.

In den letzten Jahren tat sich Valenti, der 2004 von seinem Posten abgetreten war, vor allem durch seine Arbeit als Lobbyist in Sachen Copyright hervor. Nicht nur war er Fürsprecher jeder erdenklichen Einschränkung der Möglichkeiten zur Filmkopie sowie heftigster Strafen gegen jede Art von Verstoß, er stand auch im Mittelpunkt der Screener-Debatte, die es Filmemachern verbieten sollte, nominierte Filme vor Preisverleihungen an die Stimmberechtigten zu schicken.

Im letzten Jahr wurden Valenti und die MPAA selbst Teil eines Films, nämlich der Dokumentation This Film Is Not Yet Rated - die dann innerhalb der MPAA raubkopiert wurde.

Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und jede Menge glücklicher Bürgerrechtler.

comments
#1
Nachtfalke
28.04.07 01:30
"jede Menge glücklicher Bürgerrechtler."
*schmunzel*
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#2
v (Gast)
01.05.07 12:54
guter Mann! Gegen Raubkopien sollten sich viel mehr Leute einsetzen. Besonders die, die behaupten sie würden Kino lieben. Nach oben

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