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28.02.07 00:57

Fast Food Nation

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtFast Food Nation

Richard Linklater kam einen weiten Weg. Anfang der 90er schuf er mit Slacker, Dazed and Confused und nicht zuletzt Before Sunrise drei wegbereitende Filme für das unabhängige US-Kino. Seitdem bemüht er sich jedoch zunehmend um das kommerzielle Kino, um seinen Ideen, die sich oft und gern in visuellen oder narrativen Experimenten äußern, eine finanzkräftigere Grundlage zu verschaffen.

Linklater versammelt in Fast Food Nation einmal mehr ein großes, namhaftes Ensemble, zu dem unter anderem Greg Kinnear, Catalina Sandino Moreno, Bruce Willis, Kris Kristofferson und Ethan Hawke gehören, der bereits in seiner fünften Linklater-Produktion zu sehen ist.
Episodisch alternierend werden die Geschichten ihrer Charaktere erzählt, ihre Positionen herausgestellt und in Beziehung zueinander gesetzt. Das Bindeglied der Handlungsstränge ist der "Big One", ein Burger, in dem Spuren von Rinderkot gefunden wurden. So betreibt ein Vorstandsmitglied der betroffenen Fast-Food-Kette Ursachenforschung in der zuständigen

größere AnsichtFast Food Nation

Fleischverarbeitungsfabrik nahe der mexikanischen Grenze, wo die Geschichte der illegalen Einwanderer Sylvia und Raul einsetzt, die ihr Glück im fremden Land suchen und in eben jener Fabrik Arbeit finden. Ein dritter Handlungsstrang verfolgt die Angestellte einer örtlichen Filiale die ihrem Arbeitsplatz dem Rücken kehrt und sich im Tier- und Umweltschutz engagiert, den die Fast Food-Kette ebenso ignoriert wie das Arbeits- und Menschenrecht.

So finden sich in jeder dieser parallelen Handlungen eigene interne Konflikte, die herausgearbeitet und im größeren Kontext eingebettet werden. Dies lässt zwar durchaus Spielraum für Interpretationen, bedeutet jedoch nicht, dass sich Fast Food Nation einer Meinung enthält oder gar den Anschein der Objektivität wecken will - im Gegenteil: Jede der Gruppen kriegt in Linklaters Rundumschlag ihr Fett weg: Die Konzerne, die Aktivisten, die Angestellten. Die getroffenen Aussagen stehen für sich, in ihrer Tragik wie in ihrer Idiotie, und bereiten den Weg für ein schonungsloses, bestechend emotionsfrei fotografiertes Finale.

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Das Flimplakat zu Fast Food Nation

Fast Food Nation

Drama USA, 2006

Kinostart: 01.03.2007


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