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01.01.07 18:54

Das Spiel der Macht

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtDas Spiel der Macht

So sicher wie das Christkind kommen am Jahresende die Oscar baits.
Das sind Prestigeobjekte der großen Studios, die kurz vor Bewerbungsschluss für den Oscar in die Kinos gedrückt werden, damit sie den Juroren bei der Entscheidung möglichst frisch im Gedächtnis sind. Dieser Automatismus erhöht bei den Kritikern schon generell die Bereitschaft, das Werk mit Häme zu überschütten, wenn es misslingt.

Dieser Faktor mag zu der Lust beigetragen haben, mit der Sonys Spiel der Macht von den Kritikern mit ätzenden Verrissen bedacht wurde. Allzu deutlich scheint bei dem Film das Kalkül durch. Man nehme eines der Nationalheiligtümer, den Roman All the King’s Men von Robert Penn Warren aus dem Jahre 1946, dessen erste Verfilmung, Der Mann, der herrschen wollte, bereits 1949 den Oscar für den besten Film einheimsen konnte. Dazu verschaffe man sich einen eingängigen Soundtrack vom bewährten Kleisterrührer James Horner, investiere das üppige Budget in aufwendige Ausstattung und schmucke Kameraführung und verteile die Rollen an eine erlesene Darstellerriege in der Größe eines Fußballkaders. Irgendwo werden die Oscars schon rauspurzeln.

größere AnsichtDas Spiel der Macht

Der Teufel liegt dabei im Detail, wie die Entscheidung eine der beiden Hauptrollen in diesem Südstaatenepos über Aufstieg und Fall eines populären Gouverneurs dem Briten Jude Law zu geben, der dem Dialekt natürlich nur begrenzt gewachsen ist. Abgesehen von solchen Oberflächlichkeiten hat der Film ein ernsthaftes Problem und gibt ein Lehrbuchbeispiel dafür ab, wie man Literaturverfilmung nicht machen sollte: So viele schöne Szenen aus dem Buch wie möglich umsetzen und dann lose mittels eines Off-Kommentars miteinander verbinden.

Das hat zwar durchaus seine Qualitäten, weil die Schauwerte, die Kamera, die Ausstattung, die Musik, Laws schöne Stimme einen einlullenden Effekt haben und den Zuschauer auf einen zweieinhalb Stunden langen Trip mitnehmen. Für ein sich Umspülenlassen ist der Film optimal. Doch die Geschichte, um die es eigentlich geht, bleibt einem dabei seltsam fern.

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Das Flimplakat zu Das Spiel der Macht

Das Spiel der Macht

Drama USA, Deutschland, 2006

Kinostart: 04.01.2007


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