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25.10.06 12:12

Leonard Cohen: I´m Your Man

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtCohen mit Gutmensch Bono

Leonard Cohen gilt gemeinhin als der Singer/Songwriter mit den vielleicht größten dichterischen Qualitäten, und zählt nicht zuletzt deswegen zu den einflussreichsten seiner Zunft. Anlässlich seines 70. Wiegenfestes versammelten sich im Januar letzten Jahres eine ganze Reihe namhafter Künstler in der Oper zu Sydney, um Cohens größte Hits zu interpretieren. Unter ihnen Beth Orton, Nick Cave, Jarvis Cocker, zwei Wainwrights und Antony ohne die Johnsons. Auch der berufsmäßige Gutmensch Bono gibt sich die Ehre, nervtötend und unsympathisch wie eh und je.

Regisseurin Lian Lunson verwendete die Aufnahmen vom Geburtstagskonzert als Rahmen für ihre Dokumentation, die in Interviews die auftretenden Künstler und vorrangig Cohen selbst zu Wort kommen lässt. Dieser verliert viele weise Worte über Schicksal und Bestimmung, Mönchtum und Kindheit - und Gott sei Dank auch über seine Musik. Lunson bemüht sich um einen Querschnitt durch Cohens Leben, begleitet von alten Fotos, Lobhudeleien und guter Musik.

Und letztere, die von der Individualität der verschiedenen Interpreten lebt, bildet das Herzstück des Films: Cave, Orton und Co. versuchen erst gar nicht, Cohen zu kopieren, sondern interpretieren seine Songs auf ihre Art. Dies mag viele Cohen-Fans verstören oder auch verjagen, denn von den Originalen bleibt in den Performances von beispielsweise Jarvis Cocker (Pulp, "I Can’t Forget") oder Rufus Wainwright

größere AnsichtNick Cave

("Everybody Knows") abgesehen vom Text kaum etwas übrig. Doch ist es genau dies, was den Reiz der Neuaufnahmen ausmacht: Ob die songinterne Atmosphäre eine gänzlich andere wird, kümmert hier genauso wenig wie eventuelle Sinn- oder Aussagenverfremdung der Originale. Absolutes Highlight stellt nicht nur diesbezüglich Antonys Version von "If It Be Your Will" dar: Einzigartig gesungen und bombastisch orchestriert klingt der ewig schüchtern anmutende Antony ebenso opulent und verletzlich wie auf seinem letztjährigen Album "I Am A Bird Now": Schlichtweg großartig. Zum Niederknien geriet auch die allseits bekannte "Hallelujah"-Version der Wainwright-Geschwister, die trotz der pathetischen Interpretation nur dadurch getoppt werden könnte, dass der großartige Jeff Buckley wieder zum Leben erwacht und zur dritten Strophe einsteigt.

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