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15.10.06 20:13

Lichter der Vorstadt

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtLichter der Vorstadt
"Schon wieder der falsche Knopf!"

Der Nachtwächter Koistinen (Janne Hyytiäinen) führt ein einsames Leben ohne Freundschaft oder Liebe. Als er eines Tages der schönen Mirja (Maria Järvenhelmi) begegnet, die ihm sogleich ihre Zuneigung gesteht, keimt erstmals Hoffnung auf, doch noch aus der alltäglichen Tristesse ausbrechen zu können. In Wahrheit arbeitet die Blondine für einen Gangsterboss und soll diesem den Zutritt zu einem Juweliersladen in dem von Koistinen bewachten Einkaufszentrum ermöglichen. Während der ahnungslose Betrogene die frisch gewonnene Zweisamkeit - auf seine lakonische Art und Weise - geniesst, kämpft Mirja mit Selbstzweifeln, denn in ihrem Opfer erkennt sie einen netten, anständigen Kerl. Kann es ein Happy End für das so ungleiche Paar geben? Oder ist vielleicht doch Aila (Maria Heiskanen), die heimlich in Koistinen verliebte Betreiberin einer Würstchenbude, die bessere Wahl, um dem Leben wieder einen Sinn zu verleihen?

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Armer Hund! Wer von den dreien?

Aki Kaurismäki verdiente sich vor seinen ersten Versuchen als Schauspieler in den Filmen seines Bruders Mika mit Gelegenheitsjobs wie Tellerwäscher oder Briefträger seinen Lebensunterhalt. 1983 entstand sein erster Spielfilm Crime and Punishment. Mit Lichter der Vorstadt stellt der international gefeierte Regisseur nun nach Wolken ziehen vorüber und Der Mann ohne Vergangenheit den dritten und letzten Teil seiner Loser-Trilogie vor. Nach den thematischen Schwerpunkten Arbeits- und Obdachlosigkeit widmet er sich nun der Vereinsamung, was auf ein bleischweres Drama hindeuten könnte. Zum Glück bleibt dem Publikum ein solches erspart, denn das tieftraurige Zerrbild der finnischen Seele geizt nicht mit feiner Ironie, pointierten Dialogen und Einschüben absurder Situationskomik. Stilistisch ist eine Verwandtschaft zu Jim Jarmusch und im speziellen zu dessen letzten Werk Broken Flowers zu erkennen: Wenige Worte, ruhige Bilder mit lange verharrenden Kameraeinstellungen, ein antriebsloser Protagonist, gefangen im todlangweiligen Routinealltag und ein Ereignis, das selbigen aus der Bahn zu werfen scheint.

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Das Flimplakat zu Lichter der Vorstadt

Lichter der Vorstadt

Drama Finnland, Deutschland, Frankreich, 2006

Kinostart: 21.12.2006


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