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07.09.06 22:39

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Kritik:

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Und wieder ein Film über einen Workaholic, der seine Familie vernachlässigt und irgendwann merkt, dass er sein Leben vergeudet hat.
In diesem Fall ist es Adam Sandler, der sich seinen zuckersüßen Kindern und seiner ebensolchen Frau Kate Beckinsale immer nur dann widmet, wenn sein Chef David Hasselhoff gerade nichts von ihm will. Und das ist erwartungsgemäß niemals der Fall.

Als er sich eines Nachts angesichts der Vielzahl an Fernbedienungen unfähig sieht, den Fernseher einzuschalten, macht er sich auf, um eine universelle Fernbedienung zu kaufen. In der Hinterkammer eines Bettengeschäfts gerät er an den scheinbaren verrückten Wissenschaftler Christopher Walken, der ihm eine wahrlich universelle Fernbedienung verkauft - nämlich eine, mit der er sein ganzes Universum bedienen kann. Der Hund bellt zu laut? Einfach die Lautstärke runterregeln. Stau auf dem Weg zur Arbeit? Fix die Vorspultaste gedrückt.

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Die Familie will campen gehen, obwohl noch Arbeit zu erledigen ist? Tja, anstatt einfach die Pausenfunktion zu nutzen und die Arbeit zwischendurch zu machen, drückt er die Vorspultaste, bis alles erledigt und auch der Rest seines Lebens irgendwie an ihm vorbei gezogen ist. Somit ist die Moral von der Geschicht nicht schwer zu erraten, der Film braucht jedoch eine Stunde, um damit zu Potte zu kommen.

Das könnte man prinzipiell verzeihen, wenn diese vermeintliche Komödie auch nur ansatzweise lustig wäre. Neben einem herrlich selbstironischen David Hasselhoff sind die einzigen "Witze" diverse Hunde, die eine übergroße Stoffente begatten, sowie Sandler, der seinem Chef ins Gesicht furzt und Samwise Gamgee zwischen die Beine tritt.
Haha.
Der Rest der Geschichte erzählt von einem emotional erkalteten Mann, der alles gute in seinem Leben mit Füßen tritt.

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Ebenezer Scrooge, der in Charles Dickens´ Weihnachtsgeschichte etwa dieselbe Lektion erteilt bekam, hatte die Ausrede, einsam und verbittert zu sein. Sandler ist jung, erfolgreich und von liebenden und geduldigen Menschen umgeben. Vielleicht bin ich nicht ganz objektiv, aber jemand, der beim Sex mit Kate Beckinsale den schnellen Vorlauf anwählt, bekommt weder meine Sympathie noch mein Mitleid.

Vielleicht hätte Charlie Kaufman aus der Thematik eine schöne, existentielle Farce geschmiedet, doch in den Händen von Sandler und seinem Haus- und Hof-Regisseur Frank Coraci wurde daraus ein sinnfreies und langweiliges Ärgernis. Nicht ganz ohne Ironie muss man feststellen, wie anstrengend es sein kann, im Kino keine Fernbedienung zu haben.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Komödie USA, 2006

Kinostart: 28.09.2006

FSK: Ab 6 Jahren

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