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11.06.06 19:48

Lady Henderson präsentiert

Seite 1

Kritik:

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Schnörkelloser kann eine Exposition kaum sein:
Lady Laura Henderson (Judy Dench) steht am Grab ihres Mannes und nimmt gefasst Beileidsbekundungen der Trauergemeinschaft entgegen. Sie setzt sich von ihren Gästen ab, um ihrem Schmerz freien Lauf zu lassen, kehrt zurück und berät sich mit ihrer Freundin Lady Conway, wie sie als 69-jährige Witwe mit nichts als Geld und Zeit den Rest ihres Lebens verbringen soll.

Wohltätigkeitskomitees und altersgemäße Hobbys (Sticken) werden kurz angetestet und dann verworfen. Letztendlich zieht ein leerstehendes Kino in Soho die Aufmerksamkeit der lebenslustigen Adelsdame auf sich. Harter Schnitt: Lady Henderson eröffnet ein Theater.
Und schon ist der Zuschauer mitten in einem farbenprächtigen Sittengemälde des Londons der 30er und 40er Jahre. Denn der neuste Streich der britischen Allzweckwaffe Stephen Frears (Gefährliche Liebschaften,High Fidelity) basiert auf der wahren Geschichte des Windmill-Theaters in London, dessen Besitzerin und ihr geschäftstüchtiger Manager Vivian van Damm einen Hauch von Moulin Rouge ins prüde England brachten.

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Das sich in inniger Hassliebe verbundene Paar wagt den Tabubruch: Nackte Körper auf der Bühne. Dafür ist Lady Henderson die richtige Frau am richtigen Ort, schließlich verfügt die Aristokratin über beste Beziehung zu den höheren Kreisen. So arbeiten sie und der Zensor Londons friedlich bei einem Dinner einen Kompromiss aus. Wenn nackte Körper im Museum stehen dürfen, weil sie als Aktgemälde und Statuen Kunst sind, sind sie auch auf der Bühne Kunst, solange sie unbeweglich sind.
Und so inszeniert van Damm eine herkömmliche Revue mit bekleideten Tänzerinnen und Tänzern und Songs seines Starsängers Berti ("Pop Idol" Will Young), deren eigentliche Sensation in sogenannten Tableaux vivants besteht, unbekleideten, gemäldehaft arangierten Frauen. Bis in die 60er Jahre konnte sich das reale Windmill mit diesem Konzept halten; zahlreiche bekannte Schauspieler begannen hier ihre Karriere, z.B. Peter Sellers. Im Film wird der Aufstieg des Theaters episodisch und kunterbunt vorgeführt, untermalt von den sehr stimmungsvollen Songs des amerikanischen Komponisten George Fenton, die Vertonungen der Original-Windmill-Songs darstellen.

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Das Flimplakat zu Lady Henderson präsentiert

Lady Henderson präsentiert

Tragikomödie Großbritannien, 2005

Kinostart: 22.06.2006


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