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28.05.06 18:15

Requiem

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtRequiem

Michaela hat es geschafft: Sie hält die Zulassung zum Studium in ihren Händen. Endlich hinaus aus der Enge ihres Elternhauses und des Dorfes, in dem sie aufgewachsen ist. Tübingen, das ist für sie ein Stück der großen weiten Welt, ein Schritt auf dem Weg zur Erfüllung von Lebensträumen.
Doch sich selbst entkommt Michaela nicht. Mit ihr fahren die epileptischen Anfälle, die sie seit ihrer Jugend verfolgen, und bald hört die gläubige junge Frau in religiösem Wahn Stimmen. Klar ist: Sie braucht Hilfe. Doch woher? In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an einen Priester…

Kennzeichnend für Requiem ist der Dialog eines Paares, den ich beim Verlassen des Kinos hörte. Er: "Das war jetzt aber kein Horrorfilm." Sie: "Doch, das war ein totaler Horrorfilm."
Versucht man den Film nach typischen Genre-Merkmalen zu kategorisieren, wird man wohl zum gleichen Schluss kommen wie der zitierte Herr. Und das, obwohl der reale Fall aus den 70er-Jahren, der Requiem zugrunde liegt, auch als Grundlage für allerlei Mystery-Schmu herhalten könnte – und weiß Gott auch schon musste.
In welches Genre könnte man dagegen Requiem einordnen? Psycho-Drama womöglich, vielleicht auch Provinz-Tragödie. Man tut sich schwer, zu eigen sind Geschichte und Umsetzung.

größere AnsichtRequiem

Und doch hat auch die zitierte Dame Recht. Und zwar, wenn man nach der Wirkung des Filmes fragt. Denn Requiem tut genau das, was ein Horrorfilm tun sollte: Er schockt. Und ist dazu nicht auf Monster, Psychokiller oder Untote angewiesen. Regisseur Hans Christian Schmid (23) genügen ein gutes Buch, eine starke Umsetzung und hervorragende Darsteller.

Schon die ersten Einstellungen erzeugen ein Gefühl von Beklemmung, das nicht mehr weichen wird. Da keucht Michaela (Sandra Hüller) mit ihrem Fahrrad einen Berg hinauf, die Kamera wackelt im Dogma-Stil. Dass da aber ein Berg ist, eine Landschaft, muss man fast erahnen. Kameramann Bogumil Godfrejow drehte einen Film der großen Brennweiten. Fast alles scheint mit dem Tele-Objektiv aufgenommen. Fast immer konzentriert sich die Kamera ganz auf die Hauptfigur.

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Das Flimplakat zu Requiem

Requiem

Drama Deutschland, 2006

Kinostart: 02.03.2006

FSK: Ab 12 Jahren

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