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13.05.06 09:00

X-Men 3: Der Letzte Widerstand

Seite 3

Kritik: Erfreulicherweise hat sich an den hervorragenden darstellerischen Leistungen nichts geändert und so zehrt dieser dritte Teil zwar mehr denn je von den extrem starken Persönlichkeiten der ersten beiden Teile, vollbringt aber aufgrund der ausnahmslos gelungenen Neubesetzungen abermals das Kunststück, das extrem umfangreiche Comicuniversum auf der Leinwand adäquat, homogen und eigenständig wirken zu lassen.

größere AnsichtX-Men 3
Storm geht ein Licht auf.

Diese Wirkung wird größtenteils auch durch die Inszenierung gefördert, denn Brett Ratner versucht den Pionierstil Singers zu übernehmen. Mit dem Trumpf in der Hinterhand, sich auf die erwähnt großartige Darstellerriege verlassen zu können, setzt er auf große Emotionen und auf ebensolche Bilder - Hierbei darf die tolle Kameraarbeit von Philippe Rousselot (Big Fish, Constantine, Charlie und die Schokoladenfabrik) und James Muro (Open Range) nicht unerwähnt bleiben.
Zudem zeigt Ratner, dass auch er imstande ist, atemberaubende Actionszenen zu kreieren. Insbesondere die finale Schlacht ist ein echter Augen- und Ohrenschmaus mit einem Feuerwerk an erstklassigen Stunts und Spezialeffekten. Zwar erliegt Ratner in einigen wenigen Einstellungen ein wenig seinem Hang zum Pathos, ärgerlich wird´s dahingehend jedoch nie.

Am Drehbuch von Simon Kinberg (Mr. & Mrs. Smith) und Zak Penn (X-Men 2) werden sich wohl die Geister scheiden: An den Dialogen gibt es nichts zu beanstanden, wenngleich auch ein wenig mehr Wortwitz nicht geschadet hätte. Die Geschichte selbst hält einige echte Überraschungen bereit und könnte gerade den Comicfans ein wenig zu drastisch und historisch überhastet ausfallen.

Abschließend auch noch ein kurzes Wort zur Musik von John Powell (u.a. Mr. & Mrs. Smith und Ice Age 2 - Jetzt taut´s): Leider fällt diese nicht immer so überzeugend wie in der actionbetonten letzten halben Stunde aus. Insbesondere in den ruhigeren Momenten wären leisere Töne wünschenswert gewesen, um den ohnehin emotionsgeladenen Bildern mehr Raum zur Entfaltung zu lassen.

Fazit: X-Men: Der letzte Widerstand kann zwar nicht ganz mit seinen Vorgängern mithalten, ist aber trotz punktueller Schwächen hochgradig unterhaltsames Popcornkino vom Allerfeinsten.


Autor: Michael "Eminence" Reisner

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Das Flimplakat zu X-Men: Der letzte Widerstand

X-Men: Der letzte Widerstand

Comicverfilmung USA, 2006

Kinostart: 25.05.2006

FSK: Ab 12 Jahren

weitere Infos zum Film
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