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18.04.06 03:04

Der Tintenfisch und der Wal

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Kritik: 1986. Brooklyn, New York.

größere AnsichtDer Tintenfisch und der Wal

Die Ehe von Bernard Berkman und seiner Frau Joan ist am Ende. Er, ein ehemals brillianter Romanautor, dessen Karriere ihren Zenith längst hinter sich hat, interessiert sich nur noch für sich selbst und seine Bücher. Sie wird nun ebenfalls als Schriftstellerin aktiv - dass sie damit Erfolg hat, ist nicht gerade Balsam für die Beziehung, und so holt sie sich ihre Wärme außer Haus.
Als es endlich zur Trennung kommt, sind - wie sollte es anders sein – die Kinder die Leidtragenden. Sohn Walt lässt sich von seinem Vater jede Menge Flausen in den Kopf setzen, die nicht nur sein Liebesleben durcheinander werfen, und der kleine Frank rebelliert auf eine Weise, die ihm sein ganzes Leben nachhängen wird.


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Ach ja, die bittere Überlegenheit der intellektuellen Oberschicht. Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach half schon Wes Anderson, der hier produziert, in Die Royal Tenenbaums und Die Tiefseetaucher egomanische Patriarchen-Figuren auf dem absteigenden Ast mit Leben zu füllen. Mit Bernard Berkman schuf er für seinen semi-autobiographischen Film die eindeutig bitterste Figur dieser drei Filme. Wo Gene Hackmans unerwünschter Familienvater Royal Tenenbaum mit mehr und Bill Murrays ausgebrannter Ozeanograph Steve Zissou mit weniger Enthusiasmus versuchte, sein Ziel zu erreichen, hat Bernard längst aufgegeben. Statt um seine zerfallende Familie zu kämpfen, lässt er seine Wut an ihr aus.

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Jeff Daniels spielt Bernard völlig aufrichtig. Zu keiner Zeit biedert er sich beim Publikum an, um Sympathie zu erheischen. Er ist ein bitterer Mann, der sich seine Selbstbestätigung holt, indem er sich geistig über andere stellt und die Welt in Intellektuelle und Kulturbanausen aufteilt. Es ist eine intensive, kraftvolle Vorstellung, vor allem in den kleinen Momenten, in denen Daniels die Schwäche und den Schmerz durchblicken lässt, die unter der Oberfläche eben doch lauern. Joan ist eine liebevolle, aber eben auch egoistisch handelnde Figur, und Laura Linney meistert die schwere Aufgabe, sie menschlich und letztlich sympathisch darzustellen, mit Bravour.

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Das Flimplakat zu Der Tintenfisch und der Wal

Der Tintenfisch und der Wal

Komödie USA, 2005

Kinostart: 11.05.2006


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