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08.03.06 02:12

Running Scared

Kritik: Wann lernt das amerikanische Mainstreamkino endlich, dass Hektik nicht das Selbe ist wie Spannung? Wayne Kramer, der sich mit dem wunderschönen Bill Macy-Vehikel The Cooler einen Namen machte, gibt auch Running Scared wieder etwas märchenhaftes, tauscht allerdings die ruhige Kohärenz seines Erstlingswerkes gegen einen aufgedrehten Plot-Mischmasch, bei dem selbst Tony Scott der Kopf schwirren würde.

Joey Gazelle (Paul Walker) ist ein Problemlöser für die Mafia. Als bei einem Geschäft etwas schief geht, muss er eine Waffe verschwinden lassen und steckt sie in ein Wandloch im Keller seines Hauses. Leider beobachtet Oleg (Cameron Bright), ein Freund seines Sohnes, ihn dabei, klaut die schicke Pistole und schießt damit auf seinen Stiefvater, den Kleingauner Anzow (Karel Roden). Bald ist neben dem Mob und der Polizei auch noch die Russenmafia hinter Joey her, der alle Hände voll zu tun hat, Oleg und die Waffe zu finden.

Verrückte Figuren, fiebriges Tempo und ein kleines Intermezzo direkt aus der Twilight Zone - all dies ist noch viel seltsamer als es in der Zusammenfassung klingt. Wenn der Film plötzlich innehält, um einen ausgelutschten "Unbezahlbar"-Witz zu versauen, kann der Zuschauer kaum noch glauben, was er da sieht und hört. Vorausgesetzt, die exzellent gemachte aber scheinbar beliebig eingestreute Kinderporno-Episode hat diesen Job nicht bereits erledigt.

Die Darsteller sind durch die Bank etwas sattelfester. Paul Walker überzeugt in der Rolle des gestressten Joey, bis er am Schluss dann doch noch kurz in seinen Standard-Sonnenschein-Modus wechselt und im engen Unterhemdchen das Eintrittsgeld der anwesenden Damen rechtfertigt.
Weniger Arbeit hat Cameron Bright als Oleg, der lediglich einige Male nervös dreinblicken muss. Karel Roden gibt seinen John Wayne-fanatischen Stiefvater mit einer Menge Gusto - wenn er schwärmerisch davon erzählt, wie er hunderte von Malen The Cowboys sah, werden Erinnerungen an die ersten Tarantino-Filme wach.

Running Scared läuft permanent auf Hochtouren und steuert dabei teilweise in zu viele Richtungen gleichzeitig.
Wayne Kramer schuf ein zumeist packendes und durchgehend interessantes Stück Kino, vermasselte es aber, wenn auch knapp, alle Knoten der Geschichte plausibel zu lösen.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Running Scared

Running Scared

Actionthriller USA, 2006

Kinostart: 13.04.2006


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