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28.02.06 19:06

The New World

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Kritik: Von Wittgenstein stammt angeblich der Ausspruch: "Der Gruß der Philosophen unter einander sollte sein: Lass Dir Zeit!"
Soweit es Terrence Malick betrifft, könnte dieses Motto auch auf Filmemacher angewandt werden. Mit seinem Œvre von 4 Filmen in über 30 Jahren lässt er sogar den Gottvater aller Zeitverbraucher, Perfektionisten und Qualitätsfilmer, Stanley Kubrick, weit hinter sich. Zwischen seinem Leinwanddebüt Badlands und seinem zweiten Film, In der Glut des Südens, vergingen fünf Jahre. Danach tauchte er für zwei Jahrzehnte ab, bevor er sich mit Der schmale Grat 1998 einprägsam zurückmeldete.
Moderate 8 Jahre später kommt nun The New World in die deutschen Kinos. Doch auch mit diesem Projekt beschäftigte sich Malick schon seit den Siebzigern, bevor an eine Realisierung zu denken war.
The New World ist Malicks eigene Version einer der ältesten Legenden, über die das junge amerikanische Volk verfügt, die Legende von Pocahontas und den ersten Siedlern von Virginia. Diese erschaffen 1607 mit Jamestown eine der ersten Niederlassungen auf nordamerikanischem Grund und werden von der Häuptlingstochter vor dem Hungertod bewahrt, weil sie einen von ihnen liebt. Pocahontas’ Weg führt sie bis an den Hof des englischen Königs James I.

Wenn Hollywood-Regisseure von einer "eigenen Version" sprechen, heißt das in der Regel, dass ein komplexer Stoff zu einer Abfolge reizvoller aber inhaltsarmer Szenen zurechtgeschneidert wird. Als Ergebnisse dieser Methode der Adaption durften in den vergangen Jahren zum Beispiel King Arthur, Troja oder Alexander als Fälle mythischer und epischer Entleerung bewundert werden. Im völligem Gegensatz zu diesem Augenfutter steht der Weg, den Terrence Malick mit The New World zu beschreiten sucht.
Er nähert sich der Geschichte hinter dem Mythos mit Respekt, einer jedes Detail durchdringenden Perfektion und einer konsequenten Absage an den Zeitgeist, um die größtmögliche Authentizität zu erreichen. Im Klartext bedeutet das: Gefilmt wurde weitgehend ohne die Zuhilfenahme künstlichen Lichts, eine Methode, mit der schon Stanley Kubrick seinem Barry Lyndon eine ganz eigene Atmosphäre verlieh. Gedreht wurde in Virginia in einer Nachbaute der Siedlung aus dem 17. Jahrhundert. Auch in die Herstellung der Requisiten und Kostüme sowohl der Siedler als auch der Ureinwohner wurde größte Mühe investiert.

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Das Flimplakat zu The New World

The New World

Abenteuer USA, 2005

Kinostart: 02.03.2006


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