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17.02.06 01:00

Stay

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Kritik: Das Spiel mit der Wirklichkeit ist seit Jahren ein beliebtes Motiv für hippe Filmemacher. Marc Forsters Stay erscheint auf den ersten Blick als überstilisiertes Verwirrspiel nach Schema F, entpuppt sich jedoch spätestens beim zweiten Ansehen als hervorragend gemachter Blick in die menschliche Psyche.

Psychiater Dr. Sam Foster (Ewan McGregor) springt für eine Kollegin (kaum wiederzuerkennen: Janeane Garofalo) ein, der der Stress zu viel wurde. Einer seiner geerbten Patienten ist Henry Letham (Ryan Gosling), ein Kunststudent mit Hang zur Selbstzerstörung. Neben einigen wirren und sich bewahrheitenden Vorhersagen kündigt er an, in drei Tagen, an seinem 21. Geburtstag, Selbstmord zu begehen.
Sam, dessen Freundin Lila (Naomi Watts) sich vor einigen Jahren ebenfalls das Leben nehmen wollte, forscht nach, was diesen intelligenten jungen Mann so in die Verzweiflung treibt und taucht immer mehr in dessen verwirrende Welt ein, in der die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen.

Der üblichen Einheitsware hat Stay genau eines voraus: Gehalt. Während Regisseure wie Tony Scott oder Rob Cohen jede Einstellung mit sinnfreien visuellen Spielereien aufpeppen, bergen Bildinhalt und -komposition hier Hinweise auf das Geheimnis des Films. Die konfuse, zunehmend albtraumhafte Welt steckt voller Details, deren Sinn größtenteils erst im Nachhinein klar wird: Gesichter morphen ineinander, Gebäude ändern ihren Standort, und immer wieder fragt ein kleiner Junge mit einem silbernen Ballon seine Mutter, "Mami, muss der Mann sterben?".

Die Figuren, so gut sie auch gespielt sind, entwickeln zu keiner Zeit eine Charaktertiefe, die über ihre oberflächliche Plotfunktion hinausgeht. Doch dies steht, auch wenn ich nicht näher darauf eingehen kann, ohne zu viel über den Film zu verraten, vollkommen im Dienst der Geschichte. Natürlich ist es bei einem solchen Film, der die dargestellte Realität seiner Aussage unterordnet, ebenso unmöglich, Fehler im Aufbau der Figuren zu bemängeln, wie man die scheinbaren Logiklöcher ankreiden könnte.

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Das Flimplakat zu Stay

Stay

Drama USA, 2005

Kinostart: 23.02.2006

FSK: Ab 12 Jahren

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