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10.02.06 19:18

Aeon Flux

Kritik: 400 Jahre in der Zukunft: Eine Seuche hat die Menschheit nahezu vollständig ausgerottet. Die restlichen 5 Millionen leben in der abgeschirmten Stadt Bregna in einer faschistoiden Schein-Utopie. Alle Menschen sind glücklich und ihrem Retter Trevor Goodchild (Marton Czokas) dankbar, denn etwas anderes wird nicht geduldet.
Die Einzigen, die sich gegen das System auflehnen, sind die "Monicans", welche von einer surreal besetzten Frances McDormand angeführt Attentate ausführen. Den großen Coup soll nun die Numero Uno der Monicans, Aeon Flux (Charlize Theron), ausführen: ins Hauptquartier der Goodchilds eindringen und Chef Trevor töten.
Doch irgendwie kommt alles ganz anders.

Ach ja. Ist es nicht immer wieder amüsant, wie die Hollywood-Maschinerie sich aufwändigster Computereffekte bedient, um die vermaledeite Technologie zu verteufeln? Und ist es nicht tragisch, wie sich nach Halle Berry eine weitere Oscargewinnerin in ein möchtegern-emanzipatorisches Actiondebakel stürzt?
Charlize Theron trifft es nicht ganz so schwer wie ihre Kollegin im zerzausten Katzen-Outfit, dafür reißt sie eine weitere Preisträgerin mit: Regisseurin Karyn Kusama, die 2000 mit ihrem Boxerdrama Girlfight von sich (und vor allem Hauptdarstellerin Michelle Rodriguez) reden machte, tauscht hier die klischeebeladene Schmutzigkeit ihres etwas überbewerteten Erstlingswerks gegen den klischeebeladenen Hochglanz einer MTV-Produktion.

Was der Zuschauer geboten bekommt, liegt auf der Hand. Jede Menge Großaufnahmen von Charlize Theron, die aseptischer denn je daherkommt und in den zahllosen, durchweg hautengen Kostümen eher zu modeln als zu spielen scheint. Dass diese nicht besonders schick gerieten, mindert den Wow-Effekt wohlgemerkt erheblich.
Neben der völlig verheizten Frances McDormand gibt Sophie Okonedo die traurigste Rolle. Die Schwarze, die im letzten Jahr für ihre Rolle in Hotel Ruanda für den Oscar nominiert wurde, spielt Aeons Partnerin Sithandra, eine Frau mit Händen als Füßen.

Richtig gelesen: Die Schwarze besitzt vier Hände, mit denen sie sich von Ast zu Ast schwingt, während die Weiße in hochhackigen Schuhen umher schreitet. Dass Aeon Sithandra nicht an einer Leine führt, war wohl ein Eingeständnis an die political correctness.
Die weiteren Darsteller sind zu vernachlässigen, lediglich Pete Postlethwaite bleibt in Erinnerung, wenn auch nur auf Grund seines Kostüms, das wie ein beschnittenes Kondom aussieht.

Nicht verleugnen kann man einige witzige Einfälle, vor allem visueller Art, die den Film jedoch beleibe nicht davor bewahren, auf Grund zu laufen.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Aeon Flux

Aeon Flux

Sci Fi-Action USA, 2005

Kinostart: 16.02.2006


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