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03.02.06 14:27

Capote

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Kritik: Mit Erscheinen des Romans Frühstück bei Tiffany im November 1959 wird Truman Capote zum gefeierten Schriftsteller.
Dieser Erfolg schlägt sich auch auf seine gesellschaftliche Relevanz nieder, wird er doch fortan Liebling der New Yorker Schickeria, die nicht einmal mit seiner Homosexualität ein Problem zu haben scheint. Beim morgendlichen Durchstöbern der New York Times wird er auf einen Mordfall aufmerksam, die brutale Hinrichtung einer vierköpfigen Familie, aus dem er einen Artikel für das New Yorker Magazine recherchieren will.
Mit seiner langjährigen Freundin Nelle, die auch eine Art Muse für ihn darstellt, begibt sich Capote auf die Spurensuche des Verbrechens. Kurz nach den ersten Recherchen werden die Täter von den amtlichen Behörden gefasst, was ihm wiederum die Möglichkeit gibt, den Tatmotiven auf den Grund zu gehen. In langen Gesprächen und vermeintlicher Anfreundung mit den Tätern bringt er diese dazu, sich ihm zu öffnen. Er baut dabei vor allem zu Perry Smith ein intensives Verhältnis auf, das sich zunehmend auf die Frage "was ist in jener Nacht passiert" beschränkt. Bis zum Prozessende sollen aber noch weitere sechs Jahre vergehen, sechs zermürbende Jahre die auch den Privatmenschen Capote mehr und mehr isolieren. Aus den Erkenntnissen dieser Zeit geht dann der Roman Kaltblütig hervor. Wie der Name schon verrät, bezieht sich der Titel zum einen auf das Verbrechen, gleichzeitig soll es aber auch viel über den Menschen Capote verraten.

Mit Kaltblütig erschuf Truman Capote 1966 etwas völlig neues – etwas das er selbst als "Non-Fiction Novel" bezeichnet. Diese Art Roman hat es so vorher noch nie gegeben und stellt einen Meilenstein in der Literatur dar. Damit bewies er, dass eine Tatsachenerzählung ebenso packend sein kann wie ein fiktionaler Thriller. Das Buch stellte im Wesentlichen den Wendepunkt in seinem Leben dar. Fortan in Literaturkreisen hoch geachtet und mit finanziellem Erfolg gesegnet, bedeutet es aber auch den tiefen, tragischen Fall des Menschen Capote. Allem voran bezeichnend dafür ist der Bruch mit Nelle Harper Lee, die sich nach Veröffentlichung des Romans von ihm abwendete und bis zu dessen Tod, 15 Jahre später, nie wieder Kontakt mit ihm aufnahm.

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Das Flimplakat zu Capote

Capote

Drama USA, 2005

Kinostart: 02.03.2006


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