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20.01.06 07:23

Caché

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Kritik: Georges und Anne Laurent (Daniel Auteuil und Juliette Binoche) leben in gutbürgerlichen Verhältnissen mit ihrem Sohn Pierrot (Lester Makedonsky) in einer ruhigen Strasse der französischen Hauptstadt.
Die Idylle wird empfindlich gestört, als Georges ein Videoband anonymer Herkunft erhält, welches Außenaufnahmen des Wohnhauses der Laurents inklusive deren Ein- und Ausgehen zeigen. Beiliegend findet sich eine groteske, kindlich anmutende Zeichnung. Die anfängliche Vermutung, dass Pierrot oder einer seiner Freunde hinter dem bizarren Scherz stecken könnte, entpuppt sich schon bald als Fehlannahme. Weitere Videos folgen, die außer den gewohnten Aufnahmen auch welche von Georges´ Elternhaus am Land und einen Wohnbau in der Pariser Vorstadt zeigen.
Georges und Anne werden zunehmend unruhiger. Als ihr Sohn Pierrot spurlos verschwindet, verfallen beide in Panik und ergeben sich vollends der ansteigenden Paranoia. Georges glaubt, dass des Rätsels Lösung in seiner Vergangenheit liegt und verfolgt jede sich bietende Spur. Als er auf einen alten Bekannten aus seiner Kindheit trifft, überschlagen sich die Ereignisse.

Michael Haneke ist mit Sicherheit einer der interessantesten Persönlichkeiten der europäischen Kinokultur. Der Österreicher, der jedoch weitaus enger mit der französischen Filmindustrie verbunden ist, als mit der unzureichend geförderten seiner Heimat, ist mit seinen oftmals verstörenden, provozierenden und tiefgründigen Werken Stammgast bei den Filmfestspielen von Cannes und avancierte über viele Jahre hinweg zum dortigen Liebling der Kritiker. 2005 konnte Haneke für Caché unter anderem den Preis für die beste Regie einheimsen, bei der Verleihung der europäischen Filmpreise in Berlin gingen gleich fünf der begehrten Trophäen (u.a. für den besten europäischen Film des Jahres) an Hanekes neuesten Streich. Und Caché wird der Unmenge an Vorschußlorbeeren – zumindest für aufgeschlossene Arthouse-Fans – auch vollends gerecht.
Unbedingte Voraussetzung, um Caché etwas abgewinnen zu können ist jedoch die Geduld der Zuseher, denn auch dieses Haneke-Werk präsentiert sich, vor allem wegen der bewusst statischen Kameraarbeit, als sperriges Kleinod, auf das man sich mit Haut und Haaren einlassen muss, um die emotionale Tour de Force der Protagonisten in all ihrer expressiven Dichte verstehen und nachvollziehen zu können.

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Das Flimplakat zu Caché

Caché

Drama Frankreich, Österreich, Deutschland, 2005

Kinostart: 26.01.2006


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