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17.01.06 02:00

Die Geisha

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Kritik: Man muss die Geschichte als reines Märchen in exotischem Setting begreifen, um sie genießen zu können. Die Bilder, die Regisseur Rob Marshall und Kameramann Dion Beebe auf die Leinwand bannen, sind atemberaubend. Ob Colleen Atwoods Kostüme, Todd McIntoshs Makeup oder John Myhres Produktionsdesign, hier sollte es Oscars regnen.
Weitaus überraschender: John Williams, eigentlich eher ein Mann fürs Grobe, unterlegte sie mit zarter, einfühlsamer Musik, seiner besten seit Jahren.

Ein Punkt den viele kritisieren mögen ist, dass Die Geisha Prostitution romantisiert. Dem möchte ich entgegenhalten, dass die Position des Westens diesbezüglich äußerst scheinheilig ist, wo die Frauen, die diesen harten und notwendigen Beruf ausüben, derart niedrig in der sozialen Rangliste stehen. Was der Film allerdings schuldig bleibt, ist der oft angesprochene, aber niemals definierte Unterschied zwischen Geishas, Konkubinen, Prostituierten und Straßenmädchen. Die Geishas mögen sich noch so überzeugt als lebende Kunstwerke verstehen, ihre Jungfräulichkeit wird dennoch an den Meistbietenden verkauft.

Mit einem ähnlich ambivalenten Gefühl entlässt der Film seine Zuschauer in den Nachspann. Verehrer von Filmemachern wie Akira Kurosawa oder Yasujiro Ozu sollten sich eine Menge Frust ersparen und einen weiten Bogen um den Film machen. Für das sogenannte breite Publikum bietet Die Geisha wunderschöne Frauen, festgehalten in wunderschönen Bildern. Nennenswerte Überraschungen oder tiefgreifende Erkenntnisse über die japanische Kultur sollte man allerdings nicht erwarten.


Autor: Felix "Flex" Dencker


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Das Flimplakat zu Die Geisha

Die Geisha

Romanze USA, 2005

Kinostart: 19.01.2006

FSK: Ab 12 Jahren

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