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13.01.06 07:53

München

Seite 1

Kritik: München, 1972. Die Olympischen Spiele.
Eine Gruppe palästinensischer Terroristen dringt in das olympische Dorf ein und tötet elf israelische Sportler.
Der israelische Geheimdienst beauftragt offiziell inoffiziell eine Gruppe von fünf Männern - gespielt von Eric Bana, Daniel Craig, Ciarán Hinds, Mathieu Kassovitz und Hanns Zischler - mit der anscheinend naheliegenden Ermordung der Mörder.


Steven Spielberg ist mal wieder eine echte Überraschung gelungen: der langweiligste, banalste, unentschlossenste Haufen Zelluloid seit... mir will gar kein adäquater Vergleich einfallen. Obwohl sich der Film mit dem Tempo einer tektonischen Platte bewegt, hat er den Effekt einer Reise mit Überlichtgeschwindigkeit - während man selbst um Jahre altert, vergehen in der Welt außerhalb des Kinos lediglich 164 Minuten.
Das sinnlose Morden, mit dem der Film seinen Anfang nimmt, geht endlos weiter und weiter, dem tatsächlichen Konflikt im Nahen Osten nicht unähnlich, bis man sich nicht mal mehr schämt, desinteressiert den Blick abzuwenden. Erst wenn der Zuschauer als wimmerndes Häuflein Elend das Leid sämtlicher Israelis und Palästinenser am eigenen Leibe spürt, erbarmt sich Senor Spielbergo und hängt einen kurzen Epilog hintendran, mit dem er dann doch noch ein halbseidenes Statement zum Besten gibt, so dass das Publikum sich mit der Hand vor die Stirn haut und in kollektiver Erleuchtung ausruft: "Ach, Gewalt ist NICHT gut!"

Warum dieser Film länger als 90 Minuten sein muss, mögen die Filmwissenschaftler klären. Wie es Schöpfkellendirigent John Williams gelingt seine Musik gleichzeitig aufdringlich, abwechslungsarm und nichtssagend klingen zu lassen, das möge jemand eruieren, dem exzessive Langeweile weniger zusetzt als mir. Ein Punkt, auf den ich hingegen eingehen muss, ist die groteske humorige Note, die Spielberg und seine Autoren Tony Kushner und Eric Roth dem Film geben wollten. So ist der von Geoffrey Rush gespielte Mossad-Kontaktmann nie um ein locker-flockiges Witzchen verlegen. Ob die Zuschauer es lustig finden, wie angeblich humorvoll der israelische Geheimdienst Tötungsaufträge auch auf europäischem Boden vergibt, sei dahingestellt.

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Das Flimplakat zu München

München

Drama USA, 2005

Kinostart: 26.01.2006


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