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14.11.05 08:49

Die Blaue Grenze

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Kritik: Der schweigsame Momme (Antoine Monot Jr.) hat gerade seinen Vater verloren. Sein Großvater (Joost Siedhoff) kann mit dem Verlust des Sohnes nicht umgehen und läuft vor seiner Trauer davon. Momme lernt auf einer Gartenparty die Dänin Lene (Beate Bille) kennen. Nach einer gemeinsamen Nacht auf dem Polizeirevier verlieren sich die beiden aus den Augen.
Der einsame Kommissar Poulsen (Dominique Horwitz), soeben beurlaubt, begegnet der geheimnisvollen Frau Marx (Hanna Schygulla). Während er sich einredet, glücklich zu sein, versuchen Momme und Lene, einander wiederzufinden.


Woran erkennt man die Momente, die alles verändern? Tag für Tag gleitet das Leben auf dem Ozean der freudlosen Existenz dahin, nur angetrieben vom lauen Lüftchen der alltäglichen Tristesse. Doch hin und wieder passieren Dinge, begegnet man Personen... und nichts ist mehr wie vorher.
Das Kinodebut des Hamburgers Till Franzen erzählt von eben jenen Augenblicken, die alles andere in den Hintergrund rücken. Mal wendet sich alles zum Guten, mal kann man nur zusehen, wie alles wieder zwischen den Fingern zerrinnt und immer wird alles andere bedeutungslos.

Jede der Figuren hat ihre eigene Art, damit umzugehen. Momme und Lene versuchen, ihrem Glück auf die Sprünge zu helfen, indem sie einander suchen. Die weise Frau Marx schaut relativ gelassen zu, während sich Zukunft und Vergangenheit vor ihren Augen vereinen, Großvater Bief läuft weg und Poulsen sträubt sich mit Händen und Füßen. Doch jeder von ihnen bleibt letztlich nur ein Spielball im Kampf, den Leben und Schicksal miteinander ausfechten.

Der Pressetext feiert Die Blaue Grenze als Vorreiter einer neuen deutschen Romantik, wie sie nach Kunstausstellungen und Modewelt nun auch in den Kinos Einzug halten und den abgestandenen Mief des drögen Naturalismus vertreiben soll.
Ich denke, es geht über einen puren Wandel der Stilrichtungen hinaus.

Der deutsche Film fasst langsam aber stetig Fuß an den heimischen Kinokassen. Allzu oft handelt es sich bei den Kassenschlagern um möglichst flache Komödien oder, in jüngster Zeit, NS-Dramen. Doch die wichtigsten Beispiele für das vor allem künstlerische Erstarken, ohne welches das finanzielle schlussendlich bedeutungslos bleibt, sind immer die kleinen, mutigen Filme, die auf eigenständige Art und Weise Geschichten erzählen.

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Das Flimplakat zu Die Blaue Grenze

Die Blaue Grenze

Tragikomödie Deutschland, 2005

Kinostart: 24.11.2005

FSK: Ab 6 Jahren

weitere Infos zum Film
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Die Blaue Grenze

Tragikomödie

Zu kaufen ab: 16.11.2006

Ländercode: 2

Spielzeit: 102 Minuten

FSK: Ab 12 Jahren

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