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23.10.05 22:46

Doom - Der Film

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Kritik: So beeindruckend jeder Teil auf seine Art auch war, mit einer nennenswerten Handlung konnte keiner von ihnen aufwarten.
Genau dies bringt den Film letztlich zu Fall. Dass die Dialoge hirnerweichend dämlich sind, stört nicht weiter - die grausame Synchronisation hat hier noch kräftig nachgeholfen. Wesentlich schwerer wiegt, dass das Timing in den dialog- und handlungsbetonten Szenen so zähflüssig wird, als handele es sich um einen Counterstrike-Film.
Wirklich fatal war jedoch die Entscheidung, dem Film eine Handlung aufzupfropfen, die über das dünne Plotgerüst der Spiele nicht nur hinausgeht, sondern dieses fast gänzlich ersetzt. Während sich ursprünglich die Pforten der Hölle öffneten und einen kontinuierlichen Strom an dämonischen Kreaturen auf den allein agierenden Protagonisten losließen, ist es hier lediglich eine Handvoll mutierter Monster, die den verhältnismäßig zahlreichen Soldaten zu schaffen macht.
Somit erinnert der Film eher an Resident Evil, ein Videospiel, das bereits sehr viel überzeugender - und vorlagentreuer - auf die große Leinwand portiert wurde.

Was dem Zuschauer wohl am längsten im Gedächtnis bleiben wird, ist die schon jetzt berühmte vierminütige Sequenz, in der man aus der Ego-Perspektive erlebt, wie die Mars-Monster erlegt werden. Diese Szene stellt einen netten Einfall und eine willkommene Verbeugung vor dem Namensgeber dar, macht leider aber nur um so deutlicher, wie viel mehr Spaß die Spiele machen.

Zur Pflichtübung verkommt die Erwähnung der Darsteller. The Rock leidet mehr als jeder andere unter der Synchronisation. Hier kann ich nur mutmaßen, dass er zumindest im Originalton cool rüberkommt. Auf Deutsch wirkt sein kämpferisches Gehabe matt und aufgesetzt. Seine gewohnte Selbstironie lässt er ebenso vermissen wie die Glaubwürdigkeit seiner letzten und entscheidenden Charakterentwicklung.
Karl Urban kommt etwas besser davon. Die meiste Zeit blickt auch er nur mürrisch drein, in einigen Szenen mit Rosamund Pike flammt jedoch ein Funken seines Talents auf.

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Das Flimplakat zu Doom - Der Film

Doom - Der Film

Videospielverfilmung USA / Tschechien, 2005

Kinostart: 27.10.2005

FSK: Ab 18 Jahren

weitere Infos zum Film
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