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10.10.05 16:33

Die Reise der Pinguine

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Kritik: Filmaufnahmen von Tieren können weit mehr tun, als bloßes Staunen auslösen oder wissenschaftliche Erkenntnisse dokumentieren – mit ihnen lassen sich große Geschichten erzählen. Der französische Biologe und Regisseur Luc Jacquet hat einen solchen Stoff in der Antarktis gefunden und mit Die Reise der Pinguine auf die Kinoleinwand gebracht.
Ansiedeln lässt sich sein Film zwischen Jean-Jacques Annauds Der Bär und einer informativen TV-Doku. Jacquet verarbeitet den alljährlichen Gewaltmarsch der Kaiserpinguine in einer Ballade um eine grausam-schöne Natur. Dafür folgten er und sein Team 13 Monate einer Pinguin-Brutkolonie.

Am Ende des antarktischen Sommers wandert die schwarzweiße Karawane durch das ewige Eis. Das Ziel der Männchen und Weibchen ist eine Gegend, in der sie sich paaren können, wo aber die Temperaturen für jedes andere Tier zu extrem wären. Die Pinguine versammeln sich am sogenannten "Oamok" – ein Wortspiel aus Oase und Hummok, was Höckereis bedeutet.
Nachdem das Weibchen ein Ei gelegt hat, beginnt erst der eigentliche Überlebenskampf: Die Eltern müssen Hunger sowie Kälte aushalten und natürlich auch ihre schwachen Jungen davor beschützen.

Das ständige Ringen gegen tödliche Erschöpfung bedingt die Dramaturgie von Die Reise der Pinguine. Auf die wissenschaftliche Distanz eines klassischen Dokumentarfilmes geht der Film niemals, die Poetisierung der Natur steht klar im Vordergrund: Ästhetische Aufnahmen des Paartanzes der Pinguine und die leichtfüßige Musik von Emilie Simon erfüllen ihren anrührenden Zweck.

Übertrieben wirken jedoch manche inneren Monologe der "Hauptfiguren". Wenn sich die Pinguin-Eltern gegenseitig Liebeserklärungen einhauchen, stört nicht unbedingt die Vermenschlichung der Tiere. Die Bilder und der Score haben nur bereits alles für die eigene Vorstellung gesagt, was die Stimmen aus dem Off in Worte fassen.
In die US-Kinos kam deshalb sogar eine eigene Version des Films, in der Morgan Freeman als neutraler Erzähler fungierte und die Musikuntermalung von Komponist Alex Wurman in distanzierteren Klängen neu vertont wurde.

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Das Flimplakat zu Die Reise der Pinguine

Die Reise der Pinguine

Dokumentarfilm Frankreich, 2004

Kinostart: 13.10.2005

FSK: Keine Beschränkung

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