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17.09.05 18:02

Spiel ohne Regeln

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Kritik: Das Fatale ist, dass es um rein gar nichts geht. Während Burt Reynolds seinerzeit im Knast endlich etwas fand, für das es sich zu kämpfen lohnte, findet bei Sandler keine erkennbare Entwicklung statt. Seine Dialoge geben zwar vor, er kämpfe sowohl mit dem Tod eines Freundes als auch mit seinem Betrug am eigenen Team, doch Mimik und Gestik Sandlers bleiben von der überzogenen Dramatik um ihn herum gänzlich unbeeindruckt.
Dass das restliche Ensemble da ebenfalls keine Bäume ausreißt, ist verständlich. James Cromwell und William Fichtner, die in den richtigen Rollen bereits großartige Leistungen vollbrachten, wirken hier wie bestellt und nicht abgeholt. Zumindest Fichtner scheint verzweifelt nach Gelegenheiten zu suchen, sein Talent ausspielen zu können, Cromwell hingegen hatte wie es aussieht von der ersten Minute an mit dem Film abgeschlossen.
Chris Rock versuchte offensichtlich, in der eigentlich tragischen Rolle sein halbes Bühnenprogramm unterzubringen, was nicht nur unangebracht wirkt, sondern auch kläglich scheitert.
Burt Reynolds ist dieses Mal eigentlich nur als Trainer unterwegs, das Ende des Films macht jedoch überdeutlich, dass er diese Rolle annahm, um der Welt zu beweisen, dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch fit wie ein Turnschuh ist.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch dies völlig misslingt.
Der Rest setzt sich aus Rappern, Wrestlern und ähnlichen wandelnden Klischees zusammen, daher will ich hier nur zwei stellvertretende Fehlschläge nennen. Zum einen wäre da Kevin Nash, der nach seinem nett-tumben Auftritt im Punisher sogar eine Sprechrolle bekam. Dies hätte sogar funktionieren können, hätte man seiner Figur nicht eine Instant-Geschlechtsumwandlung per Hormontablette verpasst.
Bei einer derart harten Konkurrenz bietet Rob Schneider ausnahmsweise einmal nicht das niveautechnische Schlusslicht. Die zwei Sätze, die er sprechen darf, reichen gerade so eben aus, das man ihn sich von der Leinwand wünscht, mehr aber auch nicht.


Hätte man gewisse Elemente weggelassen, hätte Spiel ohne Regeln einen ordentlichen, actionreichen Sportfilm, eine kinetische Knastkomödie oder einen Werbespot für Brustimplantate abgeben können. So reicht es leider nur für zwei Stunden Zeitverschwendung.


Autor: Felix "Flex" Dencker


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Das Flimplakat zu Spiel ohne Regeln

Spiel ohne Regeln

Actionkomödie USA, 2005

Kinostart: 22.09.2005


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