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21.08.05 05:52

Millions

Seite 1

Kritik: Nach dem Tod ihrer Mutter ziehen der 10-jährige Damian (Alex Etel) und sein älterer Bruder Anthony (Lewis Owen McGibbon) mit ihrem Vater (James Nesbitt) in ein Neubaugebiet nahe Manchester.
Während andere Kinder die Fußballspieler von United und City verehren, kann Damian sich ausschließlich für Märtyrer und Heilige begeistern. Immer öfter flüchtet der Junge in seine Fantasiewelt, die in einem selbstgebauten Haus aus alten Pappkartons zum Leben erwacht. Als dann eine Tasche voller Geld in Damians Papphaus kracht und sich als nicht-imaginär erweist, eröffnen sich für ihn und seinen Bruder völlig neue Möglichkeiten. Da Großbritannien in der darauf folgenden Woche von Pfund auf Euro umsteigt, bleibt den beiden nicht viel Zeit das Geld auszugeben, bevor es wertlos wird.

Die erste Hälfte des Films konzentriert sich äußerst charmant auf die beiden Kinder und wie sie mit dem gefundenen Geld umgehen. Regisseur Danny Boyle zieht hier einen schönen Vergleich zur Realität der Erwachsenenwelt und wie sich Menschen durch Geld verändern können und beeinflussen lassen. Während der ältere Anthony quasi zum Mann der Stunde aufsteigt und mit Hilfe seines neuen Reichtums sowohl die junge Damenwelt für sich begeistert, als auch ein paar sonnenbebrillte Miniaturbodyguards auf BMX-Rädern engagiert, pfeift Damian auf gesellschaftliche Anerkennung und will lieber nach dem Vorbild seiner Heiligen vorgehen und den "Armen" helfen.
Damians Hilfsbereitschaft reicht von Taubenbefreiung aus der Zoohandlung über Pizzaessen mit Obdachlosen bis hin zu großzügigen Geldgeschenken an eine Mormonengemeinschaft. Jedoch ist es ausgerechnet diese Hilfsbereitschaft, welche die Erwachsenenwelt auf den Fund der Kinder aufmerksam macht und ihre weiteren Vorhaben gefährdet.

Der gelungenen Regie von Danny Boyle ist es zu verdanken, dass die erste Hälfte des Films als gelungene Gratwanderung zwischen Fantasie und Realität, zwischen Realismus und Metaphorik sehr unterhaltsam gerät. Dann jedoch wandelt sich die Geschichte mit dem Auftauchen des vermeintlichen Besitzers des Geldes nicht nur in Richtung kindlicher Abenteuerfilm, sondern gleichzeitig auch zum Familiendrama, als Damians und Anthonys Vater sich plötzlich für eine neue Frau interessiert. Da die Geschichte hier jegliche Geradlinigkeit verliert und in immer neue Richtungen steuert, schleichen sich nicht nur erste Längen ein, die überkonstruierte Handlung verlangt gegen Ende gleich mehrere Anläufe, den Film abzuschließen.

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Das Flimplakat zu Millions

Millions

Komödie USA, Großbritannien, 2004

Kinostart: 25.08.2005


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