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15.07.05 20:53

Verflucht

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Kritik: Eisenberg spielt den Hänfling Jimmy authentisch, Ricci überzeugt vor allem durch ihre naturgegebene erotische Ausstrahlung. Dass Ricci, die zuletzt in Monster an der Seite von Charlize Theron ihr großes schauspielerisches Talent unter Beweis stellte, mit ihrer eindimensionalen Figur natürlich trotzdem völlig unterfordert ist, spürt man als hilfloser Zuseher in jeder Einstellung.
Die restlichen Akteure trumpfen ausschließlich durch ihren Wiedererkennungswert für das TV-interessierte Publikum auf. Sei es Milo Ventimiglia, der rebellische Jess aus der beliebten Erfolgsserie Gilmore Girls, Joshua Jackson aus Dawsons Creek, Portia de Rossi aus Ally McBeal, Michael Rosenbaum aus Smallville – Verflucht noch eins, es ist ein wahres Schaulaufen der TV-Stars und -Sternchen.
Dass ihre Rollen dann aber entweder völlig lächerlich - wie im Falle von Portia de Rossi als Wahrsagerin Zela – oder schlichtweg unnötig, weil für das Vorankommen der "Handlung" irrelevant (Ventimiglia als Aufschneider Bo, Rosenbaum als Ellies Arbeitskollege Jimmy) ausfallen, verdanken sie Williamsons indiskutabel schlechten Drehbuch.
Dieser muss sich jedoch nicht nur das an Peinlichkeit grenzende Manko bei der Figurenausarbeitung gefallen lassen, sondern versagt auch noch auf allen Ebenen beim Mischverhältnis von Humor und Horror. Was vor allem beim ersten Teil von Scream noch so vortrefflich und sowohl vorder- wie auch hintergründig funktionierte, wirkt bei Verflucht wie die völlig missglückte Arbeit eines beruflichen Anfängers. Einerseits wartet die unzensierte kanadische DVD, die als Grundlage für vorliegende Kritik diente, mit einigen in ihrer Klarheit doch überraschenden blutrünstigen Szenen auf. Andererseits wähnt man sich bei vielen Dialogpassagen oder auch bei Mittelfinger-schwingenden Werwölfen in einer richtig miesen Buffy – The Vampire Slayer-Episode. Dieser Eindruck wird durch die billig wirkenden Sets und die miesen CGI-Effekte auch noch tatkräftig unterstützt.
Zu allem Übel schlägt auch Wes Craven in dieselbe Kerbe und erschreckt bloß durch die Lieblosigkeit seiner Inszenierung. Der Horrormeister, der ansonsten ein fast untrügliches Gespür für atmosphärische Schocksequenzen aufweist, erstickt jedwede Spannung mit den immergleichen, vorhersehbaren Einstellungen und macht dadurch die von ihm gewohnten Verfolgungsjagden so gruselig und dramatisch wie einen Kindergartenausflug ins Legoland.

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Das Flimplakat zu Verflucht

Verflucht

Horrorfilm USA, Deutschland, 2005

Kinostart: 21.07.2005


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