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25.05.05 04:16

Chucky´s Baby

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Kritik: Wer hat Angst vor Mainstream-Horror? Anscheinend keiner mehr: Die schwarzen Männer des Kinos haben sich längst andere Jobs gesucht. So sind Freddy Krueger und Jason Vorhees unter die Show-Wrestler gegangen. In ihrer Anfangszeit waren beide nicht zu stoppen, schon gar nicht durch Logik – sie sahen noch dazu verdammt furchterregend aus. Wie schwer es da für ein Kinderspielzeug wie Chucky heutzutage sein muss, als Killer ernstgenommen zu werden, kann man sich leicht ausmalen.
Dass man die kleine Slasher-Ikone aber gar nicht ernst nehmen sollte, hat sich schon bei Chucky und seine Braut gezeigt. Mit Chucky’s Baby wird der Weg weiterbeschritten, den die Mörderpuppe weg vom schematischen Horror zur schwarzen Komödie führt.
Zum fünften Mal bringt Chucky Tod und Verderben – wie immer synchronisiert von Brad "Grima Schlangenzunge" Dourif. In einem Film der Marke "Dumme Teenager auf der Schlachtbank" treibt er jedoch diesmal nicht seinen rabiaten Schabernack. Der Grad an sinnloser Gewalt mag stimmen und das Vakuum an Story auch. Die zeitraubenden Szenen mit Spannungsaufbau samt fehlgeschlagenen Schreckmomenten sind aber morbidem Dialogwitz, satirischen Anklängen und bluttriefendem Humor gewichen.

Die gewonnenen Möglichkeiten dieser Radikalkur haben den Chucky-Schöpfer Don Mancini jedoch ein wenig übermütig werden lassen. Mancini, ständiger Begleiter seiner Kreation, führte zum ersten Mal selbst Regie. Er schrieb auch wieder das Drehbuch, in dem gleich mehrere Geschichten kreuz und quer laufen.
So erfahren wir, was mit dem Baby passierte, das am Ende von Chucky und seine Braut geboren wurde: Es ist unfreiwillig nach England gelangt und hat dort den Akzent von Billy "Pippin" Boyd angenommen. Das mittlerweile 6-jährige Kind befindet sich auf der Suche nach seiner Herkunft, seinen Eltern und seiner geschlechtlichen Identität. Da die Puppe nämlich keine Sexualorgane hat, gestaltet sich die äußerliche Geschlechtsbestimmung eher schwierig.
Von seinen Eltern bekommt das Kind (als Verbeugung vor Ed Wood) die Namen Glen oder Glenda. Glen/Glenda findet Papa Chucky und Mama Tiffany auf einem Filmset: Sie waren in den vergangenen Jahren "deaktiviert" und werden jetzt als Requisiten beim Dreh von "Chucky goes Psycho" verwendet. So abgegriffen diese Selbstironie nach Scream klingen mag, die B-Movie-Stars bzw. Semiberühmtheiten, die hier mitspielen, schaffen es, dass das Konzept aufgeht.

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Das Flimplakat zu Chucky's Baby

Chucky's Baby

Horrorkomödie USA, 2004

Kinostart: 26.05.2005


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