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20.04.05 19:30

Der Kaufmann von Venedig

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Kritik: Stücke von William Shakespeare können in zeitgemäße Filme umgesetzt werden, dazu bedarf es nicht einmal einer Modernisierung der Sprache. So spielte Ian McKellen 1995 in einer Interpretation von Richard III den buckligen Intriganten als Herrscher in einem faschistoiden Fantasie-England. Nach einer Vielzahl werkgetreuer Bearbeitungen der bekanntesten Shakespeare-Stücke - wie eben Richard III oder auch Hamlet - sind derartige außergewöhnliche Interpretationen ein wahrer Segen.
Von Der Kaufmann von Venedig gibt es dagegen seit der Stummfilmzeit nicht einmal eine einzige konventionelle Kino-Verfilmung. Die Gründe dafür sind klar: Zum einen erschwert die Komplexität des Stoffes eine angemessene Bearbeitung, zum anderen ist dieses Wechselbad aus Drama und romantischer Komödie umstritten, weil die tragische Figur des Shylock antisemitische Züge trägt. Michael Radford, Regisseur der Literaturverfilmungen Il Postino und 1984, begegnet dieser Kontroverse, indem er die Handlung in ihren historischen Kontext rückt.

Mittels Prolog wird darauf hingewiesen, dass im Venedig des 16.Jahrhunderts Juden im Gegensatz zu Christen auf Leihgeschäfte Zinsen erheben durften. Wegen ihrer Bedeutung für den Handel wurden die Juden zwar geduldet, aber nicht als gleichwertige Bürger betrachtet. Auch der Kaufmann Antonio (Jeremy Irons) begegnet den Juden mit Verachtung. Als er aber dringend 3000 Dukaten benötigt, gerät er an den Geldverleiher Shylock (Al Pacino). Dieser zeigt sich zuerst gekränkt, weil auch er von Antonio bislang ohne den nötigen Respekt behandelt wurde. Er erklärt sich dann trotzdem bereit, ihm das Geld zu überlassen, und zwar unter der Bedingung, bei Nichtzahlung Antonio ein Pfund Fleisch aus einer beliebigen Stelle seines Körpers schneiden zu dürfen. Antonio willigt ein und steht bald durch ein Unglück vor dem Bankrott. Shylock zeigt sich mitleidslos, er möchte unter allen Umständen sein Pfand eintreiben.

Verwoben in diese Handlung um Hass und Rache ist die leichtfüßige Liebesgeschichte zwischen Bassanio (Joseph Fiennes) und Portia (Lynn Collins). Die Finanzierung von Bassianos Brautwerbung war der eigentliche Anlass Antonios, sich das Geld zu leihen.
Drama und Komödie überkreuzen sich: Antonio will sich in sein Schicksal ergeben, solange Bassanio nur bei ihm ist, wenn Shylock sein Recht bekommt. Jedoch ersinnt Portia einen Plan, um Antonio zu helfen.

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Das Flimplakat zu Der Kaufmann von Venedig

Der Kaufmann von Venedig

Historienfilm USA / Italien, 2004

Kinostart: 21.04.2005


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