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11.01.05 15:14

Trouble ohne Paddel

Seite 2

Kritik: Da hätten wir also einmal die Magie der Kindheit, eine Reise von unterschiedlichen Charakteren zu einem gemeinsamen Ziel.
Referenz 1: Die King-Verfilmung Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers.
Wo das Original Kinomagie pur ist, kann der müde Abklatsch aber leider nur mit Zoten á la (Referenz 2 ) American Pie aufwarten, da die Schauspieler jede Fähigkeit zu einer Charakterdarstellung vermissen lassen (Matthew Lillard) oder vom Drehbuch zum reinen Gaglieferanten erniedrigt werden (Seth Green).
Doch obwohl bei Trouble ohne Paddel die Scheiße im wahrsten Sinne tief fliegt, gibt es hier nichts, was dem Kinobesucher aus den Niederungen der Fäkalkomödie nicht schon längst bekannt ist.
Die Lacher sind zwar vorhanden, besonders Seth Greens Rolle gibt wenigstens einige Gags her, doch schämt der Zuschauer sich zwei Sekunden später für sie und den Film, der sie benötigt, weil er mit nichts anderem seine 90 Minuten voll zu machen weiß.

Natürlich gibt es da noch den Plot um die durchgeknallten Hillbillys.
Abraham Benrubi versucht eine Zeitreise, indem er seine größte Rolle, den Larry Kubiac in Parker Lewis nochmal gibt. In böse.
Und wiederum ein großes Aber: Wo bei Deliverance, dem besten Hillbilly-Film überhaupt (und Referenz 3), echte Spannung aufkommt, ist dieser Teil in Trouble ohne Paddel reines Vehikel für arme Witzchen. Ausnahme: Burt Reynolds, der in Deliverance die Rolle seines Lebens spielte, gibt in Trouble ohne Paddle eine lustige weil lustvolle Parodie des bärbeissigen Überlebenskünstlers.

Und so bleibt nur ein Fazit zu ziehen: Der GAU, den der grenzdebile deutsche Titel befürchten ließ, ist vermieden worden, wenn auch nur knapp.
Ob das ausreicht, in einer Zeit wo viele wirklich sehenswerte Filme wie z.B. 2046 laufen, sich eine Kinokarte für "Trouble ohne Paddel“ zu kaufen?
Den Test kann jeder selbst machen: Trailer schauen, dann hat man alle witzigen Szenen des Films gesehen. Wer die so gut fand, dass er sie gerne noch mal sähe, kann bedenkenlos in den Film gehen.


Autor: Sven Ole "Leisure Lorence" Lorenzen

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Das Flimplakat zu Trouble ohne Paddel

Trouble ohne Paddel

Komödie USA, 2004

Kinostart: 13.01.2005


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