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#1
Leisure Lorence
14.09.04 03:32
Jo, den Film tu ich mir auf jeden an! :up:

Sowas muss man doch subventionieren.
LL fordert: Mehr mutige Filme machen!
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#2
Andy
14.09.04 08:11
Gucken werd ich ihn eh..., aber boah Flex: da krieg ich ja beim Lesen glatt ne Gänsehaut. icon_anxious :up:

Nur einmal hab ich gelacht:


Dadadadaaaaaaaaaaa.... *schwing*
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#3
Gambit
14.09.04 16:28
Sehr gut geschriebene Kritik, anschaun werd ich mir den Film wohl nicht..aber sehr schön das die Deutschen den Mumm haben den Film ins Kino zu bringen.

Ich schau mir den Film übrigens nicht an weil ich ihn für Schlecht halte, sondern weil ich irgendwie eine Aversion gegen Kriegsfilme im allgemeinen habe (bzw. Filme die im Kriegsgebiet spielen)
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#4
vogel
14.09.04 16:32
klasse geschriebene kritik! :worship:
werd mir den film auf jeden fall angucken gehn.. denke der film ist echt sehenswert!

hab was davon gehört dass der als zweiteiler im TV gezeigt werden soll.. weiß da einer was genaueres von wegen termin usw?
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#5
Tico
16.09.04 16:48
:lol: In der taz gibt es eine ätzende Besprechung des Films. War ja klar, dass ein Hitlerfilm mit betontem Anspruch auf Authentizität nicht schadlos am linksintellektuellen Reflex vorbeikommt. Hier der Link: http://www.taz.de/pt/2004...02.nf/text Nach oben
#6
Flex
16.09.04 17:07
Tja, man sollte sich nicht mit den 68ern anlegen, dann passiert nämlich, erwiesenermaßen ähm, also, gar nichts :lol: Nach oben
#7
ozan1000
16.09.04 17:48
Danke für die schöne Kritik flex, Zucker!
Mich würde interessieren wie die Amis den Film aufnehmen.
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#8
Tico
16.09.04 19:00
Jap, wenn die das in den falschen Hals kriegen werden hier gleich wieder die Entnazifizierungsbüros eröffnet. :wink: Nach oben
#9
icedsoul
16.09.04 19:37


Waren die je geschlossen?







:D
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#10
Nachtfalke
18.09.04 04:24
[quote="icedsoul"]

Yo ... dass frage ich mich hier (Wien) in letzter Zeit auch ab und zu ...
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#11
Nachtfalke
18.09.04 04:26

Yo ... dass frage ich mich hier (Wien) in letzter Zeit auch ab und zu ...

@ Flex: Ne gute, kurze und knackige Kritik!
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#12
Fox
18.09.04 09:24
Ich meine das wirklich mehr als positiv, aber ich glaub ich möchte diesen Film nicht noch einmal sehen. Kann Flexos Kritik nur zustimmen, der Film geht absolut unter die Haut.
Den muss ich erstmal verdauen, bevor ich mehr dazu schreiben kann...
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#13
Andy
27.09.04 19:29
Ich bin nicht überschwenglich begeistert.

Sahne fand ich:
Bruno
Setting
Lernaspekt

Für nen deutschen Film okay waren:
Fast alle anderen Schauspieler
Musik

Leider daneben waren:
Herr Göbbels (selten jemanden so dumpf seinen Text runterleiern sehen)
die Länge (20 Minuten weniger hätten gereicht)
und der Titel!

Der Titel "Der Untergang" ist meiner Meinung nach ein echter Skandal (ja, Skandal!), denn er impliziert etwas, was von der Konnotation in Richtung "schade", "Abschied" etc. geht.
Vielmehr hätte ich gerne sowas gesehen wie "Erlösung", "endlich" etc.

Warum der Film dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, habe ich mir mal so erklärt: Schau nen Film wie Schindler´s Liste, der Pianist oder Saving Private Ryan. All diese Filme zeigen Einzelschicksale einer politischen Epoche. Ein Toter aus 50 Millionen, ein Leben aus 250 Millionen.

Aber im "Untergang" kriegen wir die Zentrale der Macht zu sehen, das Böse an sich, das für alle anderen Einzelschicksale und die 50 Millionen Toten verantwortlich ist. Ein Sieg hier ist der Sieg über das Böse. Jede Minute Hitler auf dem Bildschirm tut deshalb doppelt weh.

Also, bedingt empfehlenswert.
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#14
Net-Jedi
28.09.04 13:58
Dem muss ich in einem Punkt wiedersprechen: Goebbels. Wer den aus Originalaufnahmen kennt (wir haben uns im geschi-Unterricht ausfürhlich damit beschäftigt), der ist erschrocken wie originalgetreu der in gestik, mimik und sprachstil ist :zitter: Nach oben
#15
Andy
28.09.04 18:45
Das bedeutet

1. Du stimmst mir in allen anderen Punkten zu?

2. Göbbels hat sich im echten Leben verhalten wie ein schlechter Kirmesbuden-Schauspieler?
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#16
Flex
28.09.04 18:46


Ich bitte Dich.
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#17
Andy
28.09.04 18:50
Wir reden doch hier von dem Typ in dezentem, kackbrauen Aufzug, dem man angemerkt hat, wie er die Drehbuchseit hinter´m Rücken krampfhaft festhält, oder? Nach oben
#18
Net-Jedi
28.09.04 19:04
1. Nein, nur das war mein größter Kritikpunkt.

2. Wenn du ihn so im Film empfindest, dann ja.
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#19
klexi22
28.09.04 22:09
Ich möchte noch (unter anderem, bin grad in Zeitnot, demnächst vielleicht ausführlicher) ergänzen:

Völlig daneben fand ich, dass in "Der Untergang" Speer plötzlich sozusagen zum "netten Nazi" mutiert. Das ist natürlich auch ein Problem des Grundsettings. In dieser seltsamen Bunkergemeinschaft ist halt nicht viel Platz für positive Charaktere. Ich meine, gelesen zu haben, dass der SS-Arzt in realitas auch ziemlich Dreck am Stecken hatte, aber da kenn ich mich nicht gut genug aus, um ein Urteil zu fällen....

tyler

P.S.: Um das gleich zu Klären. Ich fand den Untergang gut, aber auch nicht unbedingt den Film des Jahres.

P.P.S. : Gerade das mit dem Titel würd ich unterstützen.
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#20
kane
28.09.04 22:36


andys änderungsvorschläge oder "der untergang"?
ich finde den titel eigtl passend, vielleicht weil ich "untergang" nicht unbedingt mit etwas positiven wie "schade" assoziieren würde, vor allem in dem film.
alles, aber wirklich alles, liegt im scherben. hitlers hand zittert wie espenlaub. jeder will einfach nur noch weg (mal abgesehen von dem kirmesbudenschauspieler, den ich, nebenbei bemerkt, nicht schlecht fand. nur etwas befremdlich, weil es kenneth branaghs deutsche stimme war). es ist nichts mehr überlebensfähiges da, nichts von der propaganda, die die menschen so geblendet haben muss. es geht unweigerlich bergab, das system ist dem "untergang" geweiht und dass man froh sein und es als "erlösung" empfinden kann, dass man selbst nicht unter so einer diktatur (über-)leben muss, ist doch eh klar, oder?
außerdem steht ja nicht die "erlösung" / befreiung im mittelpunkt des films, sondern der niedergang (um nicht zu sagen "unter-") des naziregimes.



so in etwa würde ich das auch sehen, allerdings ist er wichtig, was die ganze diskussion um den film zeigt.
wenn schon einer für den oscar nominiert werden muss (sollte es tatsächlich soweit kommen), wäre das für mich bruno ganz (ja, ich weiß, dat geht nich, trotzdem). einfach weil es für mich eine (vielleicht die) herausragende schauspielerische leistung in diesem jahr (in meiner romantischen vorstellung geht der hauptrollenoscar auch an den besten :roll: ) war (unabhängig davon, ob er hitler gespielt hat oder eine fiktive figur).
den film als film fand ich nicht so gut. eher langweilig aufgebaut. beeindruckt bzw schockiert hat er mich natürlich auch, aber diese bildgewalt lebt eher davon, dass sich der zuschauer vor augen führt, wie nahe die szenen wohl an der wahrheit waren (und wenn man sich die junge-doku anschaut, wurde im untergang ja scheinbar wirklich sehr wenig dazugedichtet).
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#21
ozan1000
29.09.04 03:59


uff, meinst du wirklich den hier ?
glaub mir du tust ihm unrecht, auch wenn es dein eindruck von ihm ist, ich hab ihn auf der bühne gesehen und der typ ist gut! spätestens mit
der neunte Tag wird er dich hoffentlich eines besseren belehren.
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#22
Andy
29.09.04 08:09
Okay, ich gebe ihm noch mal irgenwann eine Chance. :D Nach oben
#23
Leisure Lorence
29.09.04 17:29


Das hängt damit zusammen, dass Speers Memoiren Verwendung beim Drehbuch fanden. So hat der sich halt geschildert. Da wäre viell. etwas Abstand zur Vorlage angebracht gewesen.
Ähnlich ist es mit Traudl Junge.
Der Schwager von Eva Braun, der sie im Film zu retten versucht, ist ja eigentlich auch im Film ne positive Figur, realiter war der ganz vorne mit dabei.
Das ist wohl das Problem dabei, wenn man so einen begrenzten Zeitraum zeigt. Man bekommt einen Mann mit, der seine Familie zu retten versucht, und eine Rückblende, wo er vermeintliche Partisanen und ihre Familien hinrichten lässt, würde den Film keinen Meter vorwärts bringen.
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#24
Tico
05.10.04 14:56
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und vermutlich stehe ich mit meinem Urteil ziemlich alleine. Ich fand "Der Untergang" nicht sehenswert und auch nicht gut gemacht.

Auf der Habenseite steht die grundsätzliche Idee, der Bestie Hitler "menschliche" Züge zu verleihen, die Besetzung des Films und die ganze Staffage.
Die Umsetzung ist IMHO gar nicht gelungen. Für mich war es in keiner Weise ein intensives Filmerlebnis. Ich habe den Film über weite Strecken als eine uninspirierte Aneinanderreihung von Tatsachen empfunden, ohne darin nur einen Funken von künstlerischem Anspruch zu erkennen (vielleicht weil die Macher diesen Anspruch gar nicht hatten?). Handwerklich haut es einigermaßen hin, aber IMHO reicht das nicht. Der Film wirkt sehr unfokkusiert - statt Kammerstück im Bunker wird immer wieder die Außenwelt gezeigt, zu viele Personen, zu viele angerissene Schicksale, zu wenig Substanz. Es reiht sich eins ans andere, im Bunker wird der Mord an Göbbelskindern zum tragischsten Ereignis stilisiert und am Ende erinnert ein Schriftzug an die 50 Millionen Kriegstoten. (Bezeichnend: Meine Sitznachbarin zuckte nur einmal betroffen zusammen: Als der Hund vergiftet wird). Meiner Ansicht nach scheitert der Versuch einer möglichst nüchternen und historisch korrekten Darstellung der Ereignisse im Spielfilmformat an der Absurdität der geschichtlichen Wirklichkeit. Habe ich übersteigerte und falsche Ansprüche an so einen Film? Für meinen Geschmack ist "Der Untergang" allzu leicht zugänglich und verspielt so die Chance, mehr hervorzurufen als ein leicht gelangweiltes "Na und?".

Zitat: "diese bildgewalt lebt eher davon, dass sich der zuschauer vor augen führt, wie nahe die szenen wohl an der wahrheit waren "

Genau, man verharrt ständig in dieser betrachtenden Differenz und wird deshalb grade nicht emotional berührt oder intellektuell angesprochen.
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Das Flimplakat zu Der Untergang

Der Untergang

Historienfilm Deutschland, 2004

Kinostart: 16.09.2004


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Ab 18.02.2010 erhältlich


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