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26.04.04 17:25

Das geheime Fenster

Kritik: Schriftsteller Mort Rainey (Johnny Depp) hat sich nach der schmerzhaften Trennung von seiner Frau (Maria Bello) in eine einsame Waldhütte zurückgezogen, um seine Schreibblockade zu überwinden.
Eines Tages steht ein Fremder namens John Shooter (John Turturro) vor der Tür und beschuldigt ihn, eine seiner Geschichten gestohlen zu haben. Rainey ist zu sehr mit seinem Selbstmitleid beschäftigt, als dass ihn ein dahergeholter Vorwurf aus seiner Lethargie befreien könnte.
Es dauert jedoch nicht lange bis er begreifen muss, dass Shooter sich zu einer echten Bedrohung entwickelt.

Regisseur und Drehbuch-Autor David Koepp, der zuletzt den amüsanten aber vergleichsweise platten Horror-Thriller Stir of Echoes mit Kevin Bacon inszenierte, überrascht bei seiner Stephen King-Adaption Secret Window mit einem wesentlich reiferen und subtileren Stil.
Er erzählt die Geschichte um die verkorkste Existenz des erfolgreichen aber unglücklichen Schriftstellers in schönen, erdigen Farben und bietet seinem Publikum einen Spannungsbogen, der bis zum Ende nicht abreisst.

Natürlich steht und fällt ein Film wie dieser mit seinem Hauptdarsteller, und es scheint wieder einmal, als wurde Johnny Depp für seine Rolle geboren.
Es ist einfach zu spaßig anzusehen, wie genervt er von den alltäglichen Phrasen anderer ist, und lieber mit sich und seinem treuen - und vor allem stillen - Hund alleine sein will.

Auch die weiteren Darsteller wurden perfekt besetzt.
John Turturro spielt eine Rolle wie die des manischen John Shooter natürlich im Schlaf. Maria Bello, jüngst im märchenhaften The Cooler zu sehen, kommt hier nicht ganz so zum Zug, macht aber definitiv Lust auf mehr.

Letzteres gilt auch für Timothy Hutton. Die Entscheidung, ihn in diesem Film zu besetzen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Doch ob man den Film, der hier aus Spoiler-Gründen nicht genannt werden soll, kennt oder nicht, Huttons Vorstellung kann mal wieder voll überzeugen.

Nach einer exzellenten ersten Stunde flacht die Originalität leider ein wenig ab und die Geschichte bietet nur noch wenige Überraschungen.
Dank Koepps souveräner Führung und der hervorragenden Schauspieler bleibt der Film aber dennoch spannend bis zuletzt.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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