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03.04.04 07:16

Monster

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Kritik: Selby Wall (Christina Ricci), ein unsicheres Mädchen ohne Freunde, lebt bei Verwandten in Florida. Die versorgen sie mit Taschengeld und dem gesellschaftlich vorgeschriebenen Mindestmaß an Aufmerksamkeit, können jedoch keinerlei Verständnis für ihre lesbischen Neigungen aufbringen. Da verwundert es kaum, dass sie sich der nächstbesten Gelegenheit an den Hals wirft, sich ein wenig geborgen zu fühlen.
Diese Gelegenheit bietet sich ihr in Form von Aileen Wuornos (Charlize Theron), die als bettelarme Prostituierte von der Hand - bzw. von dem was gerade gewünscht wird - in den Mund lebt.

Schnell beschließen die beiden, gemeinsam ein neues, sorgenfreies Leben zu beginnen und ziehen einige Meilen weiter in ein Hotel.
Doch aus der ewigen Party wird nichts. Aileen bekommt keinen Job und muß weiter Anschaffen gehen.

Als einer ihrer Freier gewalttätig wird, begeht sie ihren ersten Mord.


Patty Jenkins, die das Drehbuch schrieb und Regie führte, trivialisiert eine komplexe Geschichte bis zur Unkenntlichkeit.
Die echte Aileen Wuornos, welche als erste Serienmörderin in die Kriminalgeschichte der USA einging, ermordete ihre Freier um das Leben mit ihrer Freundin Tyria Moore (bzw. Selby Wall, wie sie hier heißt) finanzieren zu können. Jenkins stellt sie als eine Frau dar, die einfach nur endlich anfängt, sich zu wehren.
Um das letzte Kapitel in der Geschichte der beiden rechtfertigen zu können, versucht Jenkins zum Ende hin jedoch einen Haken zurück zum realen Vorbild zu schlagen, was ihr kläglich mißlingt. Die Grenze, die Wuornos überschreitet, ist kaum nachvollziehbar, geschweige denn gerechtfertigt, und lässt den Film und seine Hauptfigur im moralischen Niemandsland hängen.
Den Todesstoß versetzt dem Ganzen dann das Tränendrüsen-Voiceover, das trotz allem vorgibt, von einer im Grunde herzensguten Protagonistin zu erzählen.

Wuornos’ Leben war eine lange Kette unvorstellbarer Grausamkeiten. Da ist es zu simpel, ihre Taten auf ein paar gewalttätige Männer zu schieben. Es glorifiziert nicht nur die Morde auf unverantwortliche Weise, sondern nimmt auch einer wahrlich tragischen Geschichte fast all ihre Kraft.
Und wenn Jenkins mit dem unsauber inszenierten Ende schließlich suggeriert, der Film sei eigentlich vor allem als tragische Liebesgeschichte zu sehen, dann fragt man sich unweigerlich, warum es unbedingt eine "wahre Geschichte" sein musste.

Dennoch gibt es zwei gute Gründe, warum der Film nicht zur Videopremiere verdammt wurde: Charlize Theron und Christina Ricci.

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Das Flimplakat zu Monster

Monster

Drama USA, Deutschland, 2003

Kinostart: 15.04.2004


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