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09.02.04 14:40

Ten Minutes Older - The Cello

Kritik: (Unsere Kritik zu Ten Minutes Older - The Trumpet findet ihr hier.)

Auch in The Cello, der zweiten Hälfte von Ten Minutes Older, werden die Kurzfilme durch Aufnahmen ruhiger Wasseroberflächen miteinander verknüpft, dieses mal mit sanfter Cello-Musik untermalt.
Hier sind es acht Kurzfilme, erneut von namhaften Regisseuren verschiedener Nationalität.


Die Filme:
Bernardo Bertollucci: Histoire Deàux (Die Geschichte vom Wasser)
Ein junger Inder kommt vom Weg ab und lebt sein Leben, bis er merkt, dass er etwas vergessen hat.
10 Minuten Gleichnis-Poesie, basierend auf einer alten indischen Fabel.
Ein wunderschöner Einstand für diese Sammlung.

Mike Figgis: About Time 2 (Über Zeit 2)
Das mit doppeltem Splitscreen gefilmte Segment ist leider äußerst nervtötend geraten.
Dieses Stilmittel macht ein konzentriertes Zuschauen unmöglich und regt nicht gerade an, sich Figgis´ abendfüllendes Werk Timecode anzusehen, das ähnlich gefilmt wurde.
Eine echte Geduldsprobe und der Tiefpunkt von The Cello.

Jirí Menzel: One Moment (Ein Moment)
Ein alter Mann (Rudolf HrušÍnský, dessen Lebenswerk als Bildarchiv dient) lässt sein Leben Revue passieren.
Auch Menzels Segment ist subjektiv recht lang geraten und dabei im Grunde völlig inhaltsleer. Durch den Stummfilm-Charakter und den guten Hauptdarsteller bleibt es aber dennoch sehr nett anzuschauen.
Schade ist, dass Menzel den Bildern nicht zutraute, die Pointe alleine zu transportieren, und diese daher auf Texttafeln einfügte.

István Szabó: Ten Minutes After (Zehn Minuten Später)
Nach vielen Jahren Ehe und einem übermäßigen Saufgelage passiert ein Unglück.
In einer einzigen Einstellung gedrehtes Drama darüber, wie unumstößlich zehn Minuten das ganze Leben ändern können.
Auch hier wird die Moral mit der Spritzpistole aufgetragen, dieses mal in Form eines Englisch-Kurses im Fernsehen. Vor allem durch die Darsteller dennoch sehenswert.

Claire Denis: Vers Nancy (In Richtung Nancy)
Ein Philosophie-Lehrer und eine Schülerin unterhalten sich während einer Zugfahrt über Immigranten.
10 Minuten reiner Dialog.
Der Bezug zum Thema Zeit taucht erst in den letzten paar Sätzen, in denen dann auch der nötige Schuß Selbstironie nachgereicht wird, auf.

Volker Schlöndorff: Enlightenment (Erleuchtung)
Eine englisch denkende Mücke beobachtet Szenen deutscher Dummheit auf einem Campingplatz und zitiert Augustinus´ Gedanken über die Zeit.
Sehr seltsam.
Und am Schluß gibt es sogar etwas zu lachen.

Michael Radford: Addicted to the Stars (Süchtig nach den Sternen)
Ein Astronaut reist in die Zukunft und begegnet dort seiner Vergangenheit.
Souverän inszeniert und gespielt, und nach den zwei Filmen, die das Thema fast ausschließlich über Dialoge umsetzten, eine willkommene Abwechslung.

Jean-Luc Godard: Dans le Noir du Temps (In der Schwärze der Zeit)
Godard beschließt die Runde mit einem Zusammenschnitt aus altem Film- und Fernsehmaterial, das nachbearbeitet und verfremdet wurde.
Kryptisch und poetisch beschwört Godard das Ende (nicht nur) des Kinos herauf, und feiert es doch zugleich in seiner Mannigfaltigkeit.

Fazit:
Auch The Cello ist nicht perfekt, bietet aber weniger Tiefpunkte - einzig Figgis´ About Time 2 fällt wirklich negativ aus dem Rahmen - und genug grundverschiedene Leckerbissen, die man am Stück oder auch in kleinen Dosen genießen kann.


Autor: Felix "Flex" Dencker



content
movie_info
Das Flimplakat zu Ten Minutes Older: The Cello

Ten Minutes Older: The Cello

Episodenfilm Deutschland / UK, 2002

Kinostart: 26.06.2003


weitere Infos zum Film
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