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16.01.04 04:30

Lost in Translation

Seite 2

Kritik: Trotz des an sich tragischen Stoffes ist Lost in Translation eine Komödie, die allerdings von einem latenten Schleier aus Melancholie und Traurigkeit umgeben ist. Diesen Drahtseilakt zu meistern bedarf es mehrerer Faktoren: Neben dem brillanten Drehbuch, das die zusätzliche Begabung von Sofia Coppola als Autorin unterstreicht, ist es vor allem die perfekte Besetzung, die den Film trägt und formt.

Bill Murray bietet zweifelsohne die beste Leistung seiner Karriere und übertrifft selbst seine geniale Darstellung des Herman Blume in Wes Andersons Rushmore. Sein subtiles Spiel mit Mimik und Gestik, das die Bandbreite von anfänglicher Situationskomik im Umgang mit den japanischen Merkwürdigkeiten bis hin zu den stillen, nachdenklichen und zärtlichen Momenten mit seiner Filmpartnerin in völlig authentischer Weise abdeckt, ist beeindruckend. All die Niedergeschlagenheit, die Enttäuschung, die Resignation und Unzufriedenheit, die der Figur des Bob Harris innewohnen, erwachsen aus der Alltagsroutine von 25 Ehejahren und den Unwägbarkeiten des Lebens selbst, spiegeln sich in der wundervoll selbstironischen Interpretation von Roxy Musics "More Than This" in einer japanischen Karaoke-Bar wieder - einer der ganz großen, weil mit berührender Wahrhaftigkeit dargebotenen Höhepunkte des Filmes.
Scarlett Johansson, die bereits als Außenseiterin Rebecca in Ghost World überzeugen konnte, bekommt von ihrem wesentlich erfahreneren Schauspielkollegen Murray genügend Freiraum, um Charlotte als zweite gleichberechtigte Hauptperson zu etablieren. Auch ihr Dasein ist geprägt von Einsamkeit und Eheproblemen und vor allem von dem aussichtslos erscheinenden Versuch, ihrem Leben einen Sinn zu verleihen. Johansson, die über einen natürlichen Lolita-Charme verfügt, begnügt sich nicht damit, in ihrer Rolle diesem Umstand Rechnung zu tragen. Vielmehr besticht ihre Darstellung durch ihre unverfälschte, von Sensibilität und Intelligenz geprägte Ausstrahlung, die ihr eine bemerkenswerte Leinwandpräsenz verschafft. Wenn Charlotte mit Inbrunst das Pretenders-Stück "Brass in Pocket" zum Besten gibt und dabei Bob tief in die Augen blickt, scheint alles um sie herum unwichtig und es stellt sich ein Zustand der Schwerelosigkeit ein.

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Das Flimplakat zu Lost in Translation

Lost in Translation

Romanze USA, 2003

Kinostart: 08.01.2004


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