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09.06.03 16:12

Bruce Allmächtig

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Kritik: Bruce Nolan (Jim Carrey) ist ein wenig erfolgreicher TV-Reporter mit grossen Träumen von einer Karriere als Nachrichtensprecher, der sich durch ein Leben der verpassten Chancen und unerfüllter Träume in einen egozentrischen Zyniker verwandelt hat.
Der TV-Sender, bei dem er als Aussenreporter arbeitet, befördert die Leute links und rechts an ihm vorbei, während er gezwungen ist, mit lächerlichen Kopfbedeckungen halbdebile alte Leute zu Keksen und Schiffsfahrten zu interviewen.
Als ihm vor laufender Kamera der Kragen platzt, wird er auf die Strasse gesetzt, wo er dann noch von einer Gang Klischee-Hispanos verprügelt wird, nachdem er sie davon abgehalten hat, einen Obdachlosen zu verprügeln.

Also wendet er sich an Gott. Dieser habe ihn schliesslich verlassen, obwohl er Bruces Leben doch mit ein wenig Aufmerksamkeit innerhalb von fünf Minuten wieder geradebiegen könnte.
Und Gott antwortet:
Wenn Bruce meint, Gott mache seinen Job schlecht, soll er ihn doch selbst machen. Und so macht er ihn kurzerhand allmächtig.

Der Geist ist unwillig, das Fleisch ist schwach. Also nutzt Bruce seine neuen Kräfte nicht dafür, der Welt den Frieden zu bringen, sondern vergrössert erst einmal die Brüste seiner Freundin Grace (Jennifer Aniston) und bringt mit ein paar kleinen Tricks seine Karriere in Schwung.
Aber der Film wäre nicht (knapp) 90 Minuten lang, tauchten nicht auch gewisse Probleme mit dem Gott-sein auf.


Der Film hat mit so manchem Problem zu kämpfen.

Zum einen ist die Prämisse ein wenig dünn für einen abendfüllenden Film. Daher werden dem Zuschauer einige lästige Füllszenen beschert, für die vermutlich vor allem Co-Autor Steve Oedekerk verantwortlich war.

Dies führte zu einer gewissen Überdosis an Gummifresse-Klamauk, der teilweise gar nicht mehr zum Rest des Films passt.
Regisseur Tom Shadyak war zuvor für die beiden Carrey-Streifen Ace Ventura und Liar Liar (Der Dummschwätzer) verantwortlich. Ein erneuter Qualitätssprung dieser Grössenordnung war natürlich utopisch, denn dafür hätte Gott persönlich auf die Erde herabsteigen und all seine Kreativität für das Drehbuch aufbringen müssen. Shadyak kann sich auch hier wieder nicht immer bremsen wenn es darum geht, Carrey in alte Klamauk-Mechanismen zurückfallen zu lassen, kriegt aber meistens noch die Kurve.
Schwerer setzt dem Film das schmalzige Ende zu, zu dem sich noch eine pathetische Predigt gesellt ("Ein Wunder ist ein Jugendlicher, der Nein zu Drogen und Ja zur Schule sagt...").
Davon abgesehen rückt die aktuelle amerikanische Politik die Moral von der Geschicht (immer schön arbeiten, nicht zu gross hinaus wollen, keine Fragen stellen) in ein noch dubioseres Licht. Es scheint, als habe uns die Welle der post-9/11-Filme endlich erreicht.

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Das Flimplakat zu Bruce Allmächtig

Bruce Allmächtig

Komödie USA, 2003

Kinostart: 12.06.2003


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