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18.08.16 12:33

Suicide Squad

Kritik:

größere AnsichtSuicide Squad

Was, wenn Superman sich als böse entpuppt?!
Nach den Ereignissen von Batman v Superman dämmerte selbst Bruce Wayne, dass Superman der Erde nichts böses will, doch andere brauchen noch etwas länger. Dazu gehört auch Amanda Waller, gespielt von Viola Davis. Die undefiniert hochrangige Regierungsmitarbeiterin beschließt, potentielles Feuer mit tatsächlichem Feuer zu bekämpfen.
Zu diesem Zweck stellt sie eine Gruppe von Superschurken zusammen, die in ihrer ersten Mission eine böse Hexe bekämpfen sollen, die sich mit Hilfe von CGI-Gewabere einer U-Bahn-Station bemächtigt hat.

Warum es unbedingt Kriminelle sein müssen, lässt der Film offen. Eine Szene im Abspann verrät, dass Amanda Waller mit mehreren Superhelden vertraut ist und suggeriert, dass sie selbst gegen Bruce Wayne Druckmittel in der Hand hat. Warum also Schurken? Warum baut Waller nicht ihre eigene kleine Justice League auf?
„Warum“ ist eine Frage, die sich bei Suicide Squad an jeder Ecke aufdrängt. Warum gilt Geisteskrankheit als Superkraft? Warum Bumerangwerfen? Warum ist Will Smiths Deadshot ein Bösewicht, wo er doch eigentlich so ein Knuddelbär ist? Warum hilft Superman nicht? Warum lassen sich die Zünder nur mit einem einzigen Handy auslösen? Warum muss schon wieder alles so dunkel sein?
Mit seiner süffisanten Gewalt und der ständigen Betonung, böse zu sein, wirkt der Film wie eine Kurzschlussreaktion auf den Erfolg von Marvels Deadpool, gerät jedoch wie alle Antworten DC/Warners auf Marvel: Ungarer, angestrengter und rundum freudloser als das Vorbild.
Regisseur und Drehbuchautor David Ayer hat sich offensichtlich heillos übernommen, denn Dialoge und Struktur des Films wirken wie aus dem Improvisationstheater. Die Schuld liegt zumindest teilweise beim Studio, das den Film nach Fertigstellung umkrempelte. Ob es das besser macht, ist eine andere Frage.

größere AnsichtSuicide Squad

Der Geist des Films wird am besten verkörpert durch Jared Letos Joker.
Mit seinen betont wilden Manierismen und zahlreichen „Schaut mal, wie verrückt ich bin“-Tattoos wirkt er weniger wie Der Joker als wie ein durchgeknallter Fanboy, der einem Idol nacheifert, das er nicht versteht. Der Joker mag geisteskrank sein, doch er folgt seinem eigenen Kodex. Der Maßstab für’s Kino ist dahingehend die Version von Heath Ledger, der auf allen Seiten des Gesetzes für Chaos sorgte, da ihm Menschenleben ebenso wenig bedeuteten wie materielle Güter. Letos Joker ist ein Mann, der exklusive Sportwagen fährt, VIP-Logen in Stripclubs frequentiert und gelegentlich nach dem Zufallsprinzip jemanden tötet. Dass er dabei grinst, macht die Figur weder interessant noch zum Joker.
Das oft genannte Highlight des Films ist Margot Robbie als Jokers Freundin Harley Quinn. Robbie bemüht sich sichtlich, der verrückten Ex-Ärztin Leben einzuhauchen, doch so charmant sie ihre Gesichtsmuskeln auch verzieht, auch sie kommt nicht immer gegen die Dialoge an, die regelmäßig die Grenze zum Fremdschämen überschreiten.

Suicide Squad ist wie ein Rennen neurotischer Windhunde. Die Energie ist da, der Wille ist da, doch als der Startschuss fällt, läuft alles panisch in die falsche Richtung. Die Frage, was zuerst kommt - der erste richtig schlechte Marvel-Film oder der erste richtig gute DC-Film - bleibt unbeantwortet.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Suicide Squad

Suicide Squad

Comicverfilmung USA, 2016

Kinostart: 18.08.2016

FSK: Ab 16 Jahren

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