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23.03.16 21:16

Batman vs. Superman: Dawn Of Justice

Kritik:

größere AnsichtBatman vs. Superman: Dawn Of Justice

Harte Zeiten für DC Comics und Warner Bros. Nach Jahrzehnten im Comicgeschäft kontrolliert Marvel nun auch im Kino den Markt für unterhaltsame, lockerflockige und bunte Supergeschichten. Was DC/Warner bleibt, sind Ikonen, denn allem Erfolg von Spider-Man und Co. zum Trotz gehören die ganz großen Heldenfiguren immer noch DC. Höchste Zeit also, sich auf die eigenen Werte zu besinnen. Nachdem Green Lantern am Versuch scheiterte, den Burschencharme der Marvel-Helden zu kopieren, setzt das Studio bei seinem neuen Anlauf auf Drama.

Nach dem Kampf gegen General Zod sieht der größte Teil der Menschheit Superman als Heilsbringer. Doch die zahlreichen Todesopfer, die die Prügelei forderte, rufen auch mächtige Feinde auf den Plan. Für Bruce Wayne ist es nur eine Frage der Zeit, bis der allmächtige Außerirdische sich gegen die Erde wendet.
So macht sich also der dunkle Ritter auf den Weg nach Metropolis und bringt seine schwermütige Düsternis auf Kollisionskurs mit dem CGI-Bombast von Man of Steel.

größere AnsichtBatman vs. Superman: Dawn Of Justice

Batman vs. Superman: Dawn Of Justice stellt die Weichen für das filmische Justice-League-Universum, daher kommen nicht nur die Titelhelden zum Zug. Auch Wonder Woman hat einen Auftritt, zudem werden kurze Teaser-Trailer für drei weitere Helden gezeigt. Dass die betreffende Szene mit der Brechstange eingefügt wurde, fällt nicht groß ins Gewicht, denn das Drehbuch ist ohnehin keine Stärke des Films.
Viele Szenen wirken gehetzt oder gar gekürzt, und einige Dialogzeilen sind so wirr, als sei nach Produktionsende massiv umgeschnitten worden. Ausgerechnet die große Konfrontation zwischen Batman und Superman gerät bedrückend flach. Nach endlosem Spektakel, permanent aufgedrehtem Soundtrack und mehr angespannten Kiefermuskeln als in einem Sergio-Leone-Film, passt die Art und Weise, wie Super & Bat ihren Zwist begraben, so wenig zum Rest der Geschichte, dass es an einen Deus Ex Machina grenzt.

Eine positive Überraschung ist Ben Affleck als Batman. In dieser Version des DC-Universums ist Bruce Wayne ausgebrannt und des Kämpfens müde, und diese Niedergeschlagenheit transportiert Affleck mühelos. Vor allem seine gemeinsamen Szenen mit Jeremy Irons’ Alfred besitzen eine Authentizität, die dem Drumherum überwiegend abgeht.
Jesse Eisenberg spielt Lex Luthor als überfreundlichen Psychopathen, der zwar etwas quirlig gerät, dem Film aber immerhin einen Hauch von Unvorhersehbarkeit beschert.
Wonder Woman Gal Gadot besticht mehr durch ihre Wangenknochen als durch körperliche Präsenz und ist als rätselhafte Prinzessin deutlich glaubwürdiger denn als übermenschliche Kämpferin. Bleibt zu hoffen, dass das für 2017 geplante Solo-Abenteuer der Figur die nötige Substanz verleiht.

größere AnsichtBatman vs. Superman: Dawn Of Justice

Die Musik von Hans Zimmer gerät pompös, ohne Neuland zu betreten. Für jenes war Co-Komponist Junkie XL zuständig, der Wonder Woman eine Erkennungsmelodie beschert, die aus dem restlichen Klangteppich heraussticht wie ein goldenes, magisches Lasso aus einem Drama über zwei Vollwaisen.

Zack Snyder ist kein Mann behutsamer Charakterzeichnungen oder ausgefeilter Spannungsbögen, sondern der großen Gesten und schnellen Schnitte. Wenn die Action tobt, wie in der spektakulären Eröffnungssequenz, geht das Konzept auf. Wenn es ruhiger wird und der Film versucht, eine Geschichte zu erzählen, wird es oft melodramatisch und beizeiten konfus. Laut ist nicht immer gleich spannend, und unterm Strich bietet Batman vs. Superman zu viel Pomp für zu wenig Substanz.
Die Vorfreude auf die Justice League bleibt, doch die Last auf Wonder Womans schmalen Schultern wächst.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Batman vs. Superman: Dawn Of Justice

Batman vs. Superman: Dawn Of Justice

Comicverfilmung USA, 2016

Kinostart: 24.03.2016


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