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08.07.15 16:59

Terminator: Genisys

Kritik:

größere AnsichtTerminator: Genisys

Die schlechte Nachricht zuerst.
In der nahen Zukunft übernimmt ein Computersystem namens Skynet die Kontrolle über die amerikanische Kriegsmaschinerie und löscht drei Milliarden Menschenleben aus. Die natürliche Intelligenz triumphiert letztendlich über die künstliche, doch Skynet hat ein As im Ärmel: Es schickt einen Roboter in Menschengestalt zurück ins Jahr 1984, um Sarah Connor zu töten, die zukünftige Mutter des noch zukünftigeren Anführers der Menschheit, John Connor.

Die gute Nachricht: die Menschheit schickt einen Soldaten hinterher, Kyle Reese, um Sarah Connor vor dem metallenen Ungetüm zu beschützen.
Als er ankommt, staunt er nicht schlecht. Die erwartete, verängstigte Kellnerin hat schon seit ihrer Kindheit einen Beschützer an ihrer Seite - einen Kampfroboter aus der Zukunft.

Die Idee, die Terminator-Geschichte um eine weitere Zeitlinie zu erweitern, um mehr oder weniger von vorne anfangen zu können, klingt wie ein furchtbar komplizierter Überbau einer ohnehin schon komplexen Konstruktion, und das ist sie zugegebenermaßen auch. Genisys unternimmt einige Anstrengungen, um sich in die etablierte Realität von James Camerons 1984er Werk einzufügen, und diese führen unweigerlich zu längeren Inhaltsangaben einigen Verwirrungen. Doch da wir diese Geschichte aus der Sicht des ebenfalls verwirrten Kyle Reese erleben, stört das Zeitreisewirrwarr nicht allzu sehr.

größere AnsichtTerminator: Genisys

An Reese selbst dürften sich die Geister scheiden. Jai Courtney verkörpert die Rolle sympathisch und glaubhaft, besitzt jedoch nicht die Verletzlichkeit, die einst Michael Biehn so menschlich machte, so anders als seinen übermenschlichen Gegner.
Emilia Clarke spielt die ikonische Rolle der Sarah Connor gänzlich anders als Linda Hamilton im 1984er Original. Mehr als verständlich, schließlich lebt diese Sarah Connor schon seit Jahren mit der allgegenwärtigen Gefahr, während sie in der ersten Zeitlinie erst mühsam lernen musste, über sich hinaus zu wachsen. Dass Clarke grimmig dreinblicken kann, wissen die meisten Leser dieser Zeilen bereits aus Game of Thrones, doch ist es schade, dass der Film ihr keine echte Charakterentwicklung zugesteht.
Am meisten zu tun bekommt der gute, betont alte Schwarzenegger, der sich u.a. mit seinem frisch gegossenen, jüngeren Selbst prügeln darf.

größere AnsichtTerminator: Genisys

Der schwierigste Gegner jenes jungen Arnie ist jedoch nicht der alte Arnie, sondern etwas, das bisher noch jedes computergenerierte Gesicht bezwungen hat: eine Großaufnahme.
Bisher gingen Versuche, alternden Schauspielern per CGI ein junges Gesicht aufzumalen, spektakulär baden. Die verjüngten Versionen von Patrick Stewart und Ian McKellen in X-Men 3 oder auch Jeff Bridges in Tron: Legacy sind zu Recht berüchtigt, machten sie ihre Filme doch augenblicklich zu Horrorfilmen.
Das große Wunder von Terminator: Genisys ist, dass CGI-Arnie eben nicht mitten im sogenannten Uncanny Valley landet, jenem Wahrnehmungsbereich, in dem künstliche Wesen gruseliger werden, je menschenähnlicher sie aussehen. Man kann (und wird) darüber streiten, ob er nun glaubhaft aussieht oder nicht, doch selbst die Nahaufnahme katapultiert den Zuschauer nicht mehr in hohem Bogen aus der Geschichte.

Regisseur Alan Taylor, wie Clarke Game-of-Thrones-Veteran und Regisseur des zweiten Thor-Films, zeigt zu keiner Zeit das Genie des jungen James Cameron, inszeniert die Geschichte jedoch gefällig und die Action gekonnt.

Der Beginn der neuen Terminator-Trilogie ist ein unterhaltsames Science-Fiction-Abenteuer geworden, das seine Handvoll plottechnischer Ungereimtheiten die meiste Zeit kaschieren kann und nicht nur mit seinen Verbeugungen vor dem Original eine Menge Sympathiepunkte verbucht.
Insgesamt nicht ganz so gut wie gehofft, aber Welten besser als befürchtet.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Terminator: Genisys

Terminator: Genisys

Sci Fi-Action USA, 2015

Kinostart: 09.07.2015


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