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25.03.15 11:52

Powers

Seite 1

Kritik: Episode 01 - Pilot

Powers

Fast vier Jahre ist es her, da produzierte Sony Pictures' TV-Abteilung für den US-Sender FX den Pilotfilm für eine Serie nach der Comicreihe Powers. Die Serie von Autor Brian Michael Bendis und Zeichner Michael Avon Oeming erzählt Krimigeschichten in einer Welt, in der normale Menschen und Superhelden mehr oder weniger friedlich koexistieren.
Das Projekt sollte also eigentlich den Nerv der Zeit treffen, doch trotz mehrerer Überarbeitungen lehnte FX ab. Im März 2014 kündigte Sony an, Powers in Eigenregie wieder aufleben zu lassen und zehn Episoden für das hauseigene Playstation Network zu produzieren. Anstelle von Jason Patric, Lucy Punch und Charles S. Dutton übernehmen nun Sharlto Copley, Susan Heyward und Noah Taylor die Hauptrollen.

Copley spielt den Polizisten Christian Walker, der in Los Angeles dafür zuständig ist, Verbrechen aufzuklären, in die sogenannte „Powers“ verwickelt sind, d.h. Menschen mit Superkräften. Wie uns eine überflüssige Nachrichtensendung zu Beginn mitteilt, war Christian einst selbst ein Power, bis er seiner Kräfte beraubt wurde.
Im Pilotfilm wird ihm, wie es sich gehört, eine neue Partnerin (Heyward) an die Seite gestellt, und gemeinsam untersuchen die beiden den Tod eines Superhelden.

Powers

Powers beginnt mit diversen Demonstrationen der Alltäglichkeit der Superkräfte, was vermutlich nicht als Metapher für das heutige Überangebot an Superheldengeschichten gemeint war. Die Effektszenen sollen die Serie mit einem Wow-Faktor kickstarten, doch dafür braucht es heute mehr, als das offensichtlich überschaubare Budget bieten kann.
Sonys vertrauter Hang zur Selbstüberschätzung endet natürlich nicht bei langweiligen Effekten, sondern setzt sich in der gewohnt übertriebenen Eigenwerbung fort. Superkräfte mögen sich mit gutem Willen durch Mutationen erklären lassen. Aber eine Welt, in der alle Menschen Sony-Handys benutzen? Das ist wirklich unglaublich.

Die holperige Einführung, sowohl der Figuren als auch ihrer Welt, verstellt den Blick auf eine ungewöhnliche Geschichte mit interessanten Charakteren.
Krimis in übernatürlichen Welten sind ein relativ spärlich besiedeltes Genre, und anders als beispielsweise Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. versucht Powers wenigstens, etwas Neues erzählen. Die Serie funktioniert als eine Art weniger seifenoperhaftes Sequel zu Heroes und zeigt eine Welt, in der Superkräfte schon länger Alltag sind. Wie episch das Ganze letztendlich wird, muss sich noch zeigen.

Copley ist der einzige größere Name im Ensemble, aber nicht der einzige interessante. Noah Taylor macht im Allgemeinen in Nebenrollen auf sich aufmerksam, doch hier scheint ihm die gebührende Ehre zuteil zu werden. Ähnliches gilt für Michelle Forbes als RetroGirl, deren kurzer Auftritt im Pilotfilm gespannt auf weiteres macht.
Überaus gespannt macht auch Eddie Izzard als Superschurke Wolfe. Allein seine Vorgeschichte, die im Pilotfilm kurz angerissen wird, in einem ausgedehnten Flashback zu sehen, wäre eine Episode wert.

Das Potential ist da, und einen Mangel an Ambition kann man Powers nicht nachsagen. Sowohl an den Effekten als auch an den Dialogen muss allerdings gefeilt werden, wenn das Ganze wirklich ernst genommen werden soll.

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