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16.02.10 13:05

Nine

Kritik:

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Guido Contini (Daniel Day-Lewis) gehört zu den größten Filmemachern seiner Zeit. Doch nach einigen Flops beginnt die Fassade seiner Genialität zu bröckeln, weshalb der Druck für sein nächstes Projekt "Italia" ins Unermessliche steigt. Unglücklicherweise schlittert er gerade jetzt in eine veritable Schaffenskrise, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. In der Umgebung der legendären Bühne 5 der Cinecittà Studios in Rom ringt Guido um Inspiration und stürzt sich in wilde Träumereien über die Frauen seines Lebens, darunter seine verstorbene Mutter (Sophia Loren), seine Ehefrau (Marion Cotillard), seine Geliebte (Penélope Cruz) und seine Muse (Nicole Kidman).

Rob Marshalls (Chicago) neuestes Musical ist ein wahres Schaulaufen der Stars, nur leider eben auch nicht viel mehr als das. Angelehnt an Federico Fellinis oscarprämiertes Meisterwerk Achteinhalb hetzt der gesanglich wenig begabte Daniel Day-Lewis als unsymphatisches Wrack von einer Frauenepisode zur nächsten. Brav bekommt jede der Damen zumindest einen musikalischen Auftritt, die Darbietungen bewegen sich irgendwo zwischen völlig belanglos (Sophia Loren, Nicole Kidman) bis ansprechend (Stacy Ferguson, Penélope Cruz, Kate Hudson). Ohrwurm ist allerdings kein einziger dabei, zudem ist Marshalls Inszenierung zwar handwerklich sauber, aber ungeheuer bieder und innovationsfrei. So etwas wie einen Spannungsbogen besitzt Nine nicht, die 118 Minuten ziehen sich, wie man auf Österreichisch so schön sagt, wie ein Strudelteig.

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Der größte Lichtblick an der Darstellerfront ist, neben der gewohnt souverän agierenden Judi Dench als abgrebrühte Kostümdesignerin, die liebreizende Marion Cotillard. Neben ihren gesanglichen Vorzügen, die sie bereits in ihrer Oscarrolle als Edith Piaf in La vie en rose unter Beweis stellen dufte, punktet sie mit großer Leinwandpräsenz und äußerst akzentuiertem Spiel und verleiht der Figur der gehörnten Ehefrau nicht nur eine gewisse Würde, sondern auch die nötige Tiefe, die den übrigen Charakteren so gut wie völlig abgeht.
Penélope Cruz muss hingegen aufpassen, sich mit ihrer Rollenauswahl nicht zu sehr auf den Typ der feurigen Eifersuchtsfurie festzulegen - sie spielt ihren Part tadellos, als Zuseher hat man jedoch das Gefühl, sie schon zu oft so oder so ähnlich gesehen zu haben.

Fazit: Große Namen, nichts dahinter.


Autor: Michael "Eminence" Reisner



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Das Flimplakat zu Nine

Nine

Musical USA, 2009

Kinostart: 25.02.2010


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