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15.02.10 09:08

Invictus - Unbezwungen

Seite 1

Kritik:

größere AnsichtInvictus - Unbezwungen

Südafrika, 1995.
Nach 27 Jahren im Gefängnis tritt Nelson Mandela (Morgan Freeman) sein Amt als erster schwarzer Präsident des Landes an.
Die Apartheid ist vorbei, doch das Land ist nach wie vor tief gespalten. Große Teile der schwarzen Bevölkerung wollen nach Jahrzehnten der Unterdrückung den Spieß umdrehen, die Weißen werden zunehmend paranoid. Doch Mandela sieht in einer Versöhnung die einzige Chance, sein Land auf den richtigen Weg zu bringen.
Ausgerechnet die Springboks, das nationale Rugby-Team und mit den grün-goldenen Trikots in den Augen vieler Menschen ein Symbol für die Apartheid, sollen den Weg zu einem geeinten Südafrika ebnen.
Mit Hilfe des Kapitäns der Springboks, François Pienaar (Matt Damon), macht Mandela die Mannschaft zum Hoffnungsträger der ganzen Nation und die Weltmeisterschaft in Südafrika zum Befreiungsschlag gegen die Rassenspannungen.

Die Geschichte eines Landes in einen Film von erträglicher Länge zu pressen, ist schwer möglich, somit sind gewisse Vereinfachungen bei der Nacherzählung zu verzeihen. Doch der neue Film von Clint Eastwood betreibt nicht nur Simplifizierung bis hin zur Geschichtsfälschung, sondern klammert kategorisch die Elemente aus, die einem hollywood’schen Feelgood-Movie entgegenstehen würden. Allen voran wird Winnie Mandela ausgeblendet, die weitaus weniger versöhnlich gestimmt war als ihr damaliger Ehemann. Auch die radikaleren Elemente der ANC, der Organisation, die jahrelang für Mandelas Befreiung und die Abschaffung der Apartheid kämpfte, werden zu einer vernachlässigbaren Gruppe Proleten kleingeredet.

größere AnsichtInvictus - Unbezwungen

Eastwoods Ziel war also offensichtlich nicht, die Geschichte mit irgendwelcher Komplexität zu erzählen. Invictus ist ein Film darüber, wie ein Symbol die Menschen bewegen kann. Wie ein gemeinsames Ziel, und sei es ein so triviales wie ein Sportereignis, Grenzen überwindet, an denen Politik und Verstand scheitern. Leider gelingt auch dieser Aspekt nur zum Teil.
Einige der besten Momente erzählen von Mandelas schwarzen Bodyguards, denen er nach Amtsantritt weiße Kollegen an die Seite stellt. Die stockende Annäherung dieser beiden Seiten fungiert als schöne Parabel auf das ganze Land, das zum ersten Mal denselben Traum träumt. Nach Ende des Films fühlt man sich mit den Bodyguards enger vertraut als mit den eigentlichen Hauptfiguren. Mandela redet zwar die meiste Zeit in Aphorismen, bekommt aber zumindest die eine oder andere Charakterfacette, die über seinen Beruf hinausgeht. Anders ergeht es Pienaar, dessen Charakter kein Stück ergründet wird. Selbst seine Ansichten zur Apartheid und zu Mandela bleiben unerwähnt.

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Das Flimplakat zu Invictus - Unbezwungen

Invictus - Unbezwungen

Drama USA, 2009

Kinostart: 18.02.2010


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