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13.03.09 15:01

Die Herzogin

Kritik:

größere AnsichtDie Herzogin

Basierend auf der Erfolgsbiografie "Die Herzogin von Devonshire: Das Leben einer leidenschaftlichen Frau" von Amanda Foreman erzählt Die Herzogin die Lebensgeschichte Georgiana Spencers, gespielt von Keira Knightley. Die lebenslustige Frau wird noch in jungen Jahren von ihrer Mutter (Charlotte Rampling) mit dem angesehenen Herzog von Devonshire (Ralph Fiennes) verheiratet. Die Ehe entpuppt sich aber bald als Desaster, als sie ihrem Gatten nicht sogleich einen Sohn als Erben schenkt. Der stocksteife Herzog lässt sich daraufhin auf eine Beziehung mit Georgianas bester Freundin, Lady Bess Foster (Hayley Atwell), ein und hält sich diese als Mätresse in den eigenen vier Wänden. Trost findet Georgiana nicht nur im öffentlichen Leben, wo sie als politische Aktivistin und Mode-Ikone großes Ansehen genießt, sondern auch in den Armen des charmanten Lord Charles Grey (Dominic Cooper). Doch diesen Affront lässt der gehörnte Gatte nicht auf sich sitzen.

Der Film hat die Eigenheiten und Konventionen des Adelsgeschlechts im 18. Jahrhundert zum Thema, die anhand der mehr oder weniger wahren Geschichte einer ebenso starken wie schillernden Persönlichkeit, mit Nachdruck dem Publikum nähergebracht werden. Nach einer starken ersten Dreiviertelstunde, die mit dem Eklat der Mätressen-Situation abschließt, zieht sich der Rest des Streifens doch arg in die Länge, um dann in ein überraschend nüchternes Finale zu münden. Dieses entschädigt dann allerdings ein wenig für Saul Dibbs wenig aufregende Inszenierung, der die an sich überzeugend agierende Keira Knightley viel zu oft in Großaufnahme leiden lässt - untermalt mit einem enervierend-mitleidigen Score.

größere AnsichtDie Herzogin

Auch die Liebesgeschichte zwischen Georgiana und dem feschen Charles Grey gerät größtenteils wenig spannend, was hauptsächlich daran liegt, dass letzterer der mit Abstand eindimensionalste und damit uninteressanteste Charakter des Films ist. Zwar hätte man das Doppelleben der Titelfigur, einerseits liebende Mutter und leidende Ehefrau, andererseits It-Girl mit politischem Einfluss, weitaus pointierter und mutiger in Szene setzen können. Doch sind es eben jener Zwiespalt und die Ménage-à-trois, die den Streifen unterm Strich sehenswert machen. Die Dreiecksbeziehung lebt dabei von ihren starken Darstellern, wobei vor allem Ralph Fiennes eine formidable Leistung als gefühlskalter Ungustl abliefert. Aber auch Hayley Atwell gefällt mit ihrem zurückhaltenden Spiel und schafft einen schönen Gegensatz zum plakativer angelegten Hauptcharakter. Erwähnenswert sind zudem auch noch die prachtvollen Kostüme, die verdientermaßen mit dem Oscar ausgezeichnet wurden.

Fazit: Trotz einiger Längen und weitgehend uninspirierter Regie sollten Fans von gefühlvollen Historiendramen einen Blick riskieren.


Autor: Michael "Eminence" Reisner



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Das Flimplakat zu Die Herzogin

Die Herzogin

Historienfilm Großbritannien, 2008

Kinostart: 26.03.2009

FSK: Ab 12 Jahren

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