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09.07.08 16:59
WALL-E - Der letzte räumt die Erde aufKritik: Das wurde ja auch langsam mal Zeit. Satte 31 Jahre hat es gedauert, die Droiden aus der Star-Wars-Trilogie als süßeste Roboter der Filmgeschichte abzulösen, doch nun ist es endlich soweit. Wall-E nennt sich der metallene Held des neuesten Pixar-Abenteuers, und er ist dafür zuständig, die Erde aufzuräumen. Seit über 700 Jahren sammelt er Müll ein, presst ihn zu Würfeln und stapelt diese zu Türmen im Wolkenkratzerformat. Die Menschen, die ihren Heimatplaneten unbewohnbar gemacht und anschließend verlassen hatten, lassen es sich seitdem auf einem interstellaren Vergnügungsdampfer gut gehen, umhütet von diversen elektronischen Helfershelfern, die es ihnen an nichts mangeln lassen. Der Erfolg von Pixar schien schon immer unabhängig von gängigen Hollywood-Trends zu passieren. Toy Story zeigte der Filmwelt überhaupt erst, dass CGI-Filme künstlerisch und vor allem finanziell erfolgreich sein können, und zuletzt war es Ratatouille, der ausgerechnet Ratten in einer Küche zum Mittelpunkt des Geschehens machte. Langsam könnte man meinen, die Missachtung der Mode sei das höchste Ziel der Computerkünstler, denn auch Wall-E widersetzt sich jeglichem Zeitgeist mit Nachdruck. Der Film stützt sich nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch auf ein geflopptes Musical von 1969, bietet kaum Dialogszenen und zieht eine ausgedehnte Tanzeinlage zwischen zwei Robotern in Schwerelosigkeit schnellen Schnittfolgen im Dienste der ADS-Generation vor. Regisseur Andrew Stanton, der mit Findet Nemo schon den bisherigen Spitzenreiter der Pixar-Filmographie inszenierte, kommt dadurch auch mit eingestreuter Konsumkritik durch, die in den meisten großen Studiofilmen eher verlogen wirkt. Dazu versteckten Stantons Mannen zahllose audiovisuelle Gags in der selbstverständlich atemberaubend produzierten Geschichte, die sich beim ersten Ansehen ganz sicher nicht alle erfassen lassen.
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