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11.02.08 22:22

John Rambo - Rambo 4

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Kritik:

größere AnsichtJohn Rambo - Rambo 4

Sylvester Stallone wird alt. Deshalb, und weil er mit dem dritten Teil der Rambo-Reihe so unzufrieden war, bringt der mittlerweile 60-jährige seinen neben Rocky Balboa ohne Frage beliebtesten Helden ein letztes Mal ins Kino - um der Reihe "einen würdigeren Abschluss" zu verleihen. Ob Stallone, der bei John Rambo - Rambo 4 als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller im Einsatz war, dieses Ziel erreicht hat, dürfte mehr denn je von der individuellen Rezeption abhängen - und wie der geneigte Zuschauer zu fragwürdigen Gewaltorgien steht.
Anzumerken ist, dass der österreichischen Presse im Vorfeld zum Kinostart die ungekürzte 93-Minuten-Fassung gezeigt wurde, in Deutschland wird die um ca. eine Minute gekürzte Version laufen.

Der Inhalt von John Rambo ist so simpel wie schnell zusammen gefasst: Rambo lebt mittlerweile, friedlich zurückgezogen, als Schlangenfänger in Thailand. Als eine Gruppe christlicher Missionare über Thailand ins Kriegsgebiet Birma reisen will, um Flüchtlinge mit Medizin und Bibeln zu versorgen, erklärt sich Rambo widerwillig bereit, sie mit seinem Boot dort abzusetzen. Nachdem die Missionare in Kriegsgefangenschaft geraten und eine Freilassung auf diplomatischem Wege ausgeschlossen ist, begibt sich Rambo erneut nach Birma, um die Gefangenen zu befreien - mit einem Söldnertrupp als Staffage im Schlepptau.

größere AnsichtJohn Rambo - Rambo 4

Glaubt man dem Presseheft, verfolgte Sylvester Stallone mit dem jüngsten Rambo-Projekt zwei Ziele: Zum einen wollte er auf die Menschenrechtsverletzungen der Regierungsarmee in Birma aufmerksam machen, und zum anderen einen unterhaltsamen Abenteuerfilm abliefern. Im gleichen Atemzug wird John Rambo als gewalttätigster Film aller Zeiten angepriesen, 236 Tote in nur 90 Filmminuten soll es geben. Dies zeigt natürlich, worauf der wirkliche Fokus von Stallones Inszenierung liegt: Splatterhaft inszenierte Gewalt im CGI-freien Stil der frühen Neunziger als "motivierte Gewalt", legitimiert durch ein reales Vorbild: Die Militärregierung in Birma, die seit sechzig Jahren im Bürgerkrieg die Menschenrechte mit Füßen tritt und systematisch unerwünschte Minderheiten ermordet. Ein cleverer Schachzug Stallones, durchaus, denn vollkommen zu Recht wird niemand die Gräueltaten der birmanischen Militärjunta bestreiten wollen. Und so wird dramaturgisch geschickt der brutale Befreiungsfeldzug Rambos vorbereitet, indem Regisseur Stallone die birmanische Armee in detailreichen Bildern über unschuldige Dorfbewohner herfallen lässt: Männer, Frauen und Kinder der Karen-Minderheit werden verstümmelt, ermordet, vergewaltigt, gefoltert. Die Freude daran steht den Mördern ins Gesicht geschrieben.

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Das Flimplakat zu John Rambo - Rambo 4

John Rambo - Rambo 4

Actionfilm USA, 2008

Kinostart: 14.02.2008

FSK: Ab 18 Jahren

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