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15.01.08 23:45

Der Nebel

Kritik:

größere AnsichtDer Nebel

Was passiert mit einer Gemeinschaft, wenn die Angst übermächtig wird? Die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt erleben die Antwort am eigenen Leibe, als ein dichter, geheimnisvoller Nebel sie zwingt, sich in einem Supermarkt zu verschanzen.
Die Ungewissheit über das, was sich im Nebel verbirgt, bereitet den Weg für Paranoia und Aggression. Als das Sterben beginnt, verwischen die Grenzen zwischen der Bedrohung von außen und der Gefahr von innen.

Stephen Kings größte Stärke war und ist die Zeichnung von Figuren. Seine Geschichten drehen sich (überwiegend) um normale, glaubwürdige Menschen in ungewöhnlichen, oft übernatürlichen Situationen, die durch die Protagonisten in der Realität verwurzelt bleiben - die Familie Creed vor dem Tod der Katze, die Truppe um David Carver vor ihrer Ankunft in Desperation, Jack Torrance vor dem langen Winter im abgelegenen Hotel.
Der Nebel versetzt Familienvater Thomas Jane in die Situation, seinen Sohn nicht nur vor den Monstern im Nebel beschützen zu müssen, sondern vor allem vor der Gruppe religiöser Fanatiker, die sich um Bibelexpertin Marcia Gay Harden schart. Diese ist zwar völlig verrückt, hat aber wenigstens eine Erklärung für das, was da draußen passiert - und schiebt die Schuld bequem auf die anderen.

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Besagte Monster versetzen dem Film - wie bereits unzähligen vor ihm - den ersten schweren Stoß. Die zu Anfang effektiv aufgebaute Spannung verpufft mit einem Mal, als überdesignte und kaum überzeugende CGI-Tentakel in das Warenlager eindringen und sich einen der unwichtigeren Nebendarsteller schnappen. Dies ist besonders schade, da die später auftauchenden Monster weitaus besser gemacht sind. Bis dahin fällt es jedoch schwer, den Computergraphiken Glauben zu schenken.
Bedauernswerter als die zum Teil desillusionierenden Effekte ist das Ende. Die Pointe liegt im Kern auf mittlerem Twilight-Zone-Niveau, was eigentlich für einen wohligen Schauer auf dem Rücken eines jeden Zuschauers reichen sollte, doch geriet die Durchführung überraschend schlampig. Der letzte entscheidende Moment ist viel zu hastig inszeniert, was der Glaubwürdigkeit der Figuren unnötigen Schaden zufügt. Zudem werden Fans der Vorlage sich über die filmtypisch ausführliche Erklärung ärgern, die unnötigerweise versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

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Diese beiden Punkte ändern allerdings nichts am soliden Hauptteil, der die Seele der Geschichte wunderbar auf die Leinwand bringt. Die Balance zwischen dem bedrohlichen Viehzeug draußen und der Mob-Dynamik drinnen findet in Thomas Jane und Marcia Gay Harden perfekte Galleonsfiguren. Jane übersteht einige der leiseren Momente zwar etwas hölzern, doch sobald sich die Türen des Supermarkts schließen, trägt er den Film souverän.
Harden wurde für die Rolle der überheblichen, herrischen Matrone geboren. In Der Nebel spielt sie sie noch eine Stufe teuflischer als zuletzt in Unsichtbar - es macht einfach Spaß, diese Frau zu hassen.

Wäre etwas weniger Zeit in die Erklärung und dafür am Ende etwas mehr in die Atmosphäre investiert worden, wäre aus Der Nebel einer der wenigen wirklich großartigen Horrorfilme unserer Zeit geworden. So bleibt er immer noch sehenswert, viel mehr allerdings nicht.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Der Nebel

Der Nebel

Horrorfilm USA, 2007

Kinostart: 17.01.2008

FSK: Ab 16 Jahren

weitere Infos zum Film
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Der Nebel - Deluxe Edition

Horrorfilm

Zu kaufen ab: 04.08.2008

Ländercode: 2

Spielzeit: 121 Minuten

FSK: Ab 16 Jahren

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