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22.12.07 08:02

Into the Wild

Kritik:

größere AnsichtInto the Wild

Anfang der 90er Jahre wandert der 20-jährige Christopher McCandless in die Wildnis. Angewidert von der Konsumwelt und unverstanden von seinen spießbürgerlichen Eltern verschenkt er all sein Geld, fährt soweit ihn sein altes Auto bringt und macht sich zu Fuß auf nach Alaska, um sich selbst zu finden oder zumindest ein großes Abenteuer zu erleben.

Wie es sich für einen Road Movie gehört, begegnet Chris auf seiner Reise interessanten Menschen, lernt von ihnen und hinterlässt Wunden in ihren Herzen, als er weiter zieht. Genau darin liegt auch die Ambivalenz der Figur. Seinem romantischen Weltschmerz zum Trotz ist er eben doch nur ein egoistischer Junge, der sich um niemanden wirklich schert, außer um sich selbst.

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Dennoch ist es wenig überraschend, dass Regisseur und Drehbuchautor Sean Penn sich mit dem jungen Aussteiger identifizieren konnte. Er erzählt eine weiter romantisierte Version von Jon Krakauers Buchvorlage, verliert jedoch die Seele der Geschichte nie aus den Augen. McCandless mag sich selbst als Rebell sehen, der den Versuchungen widersteht, denen alle anderen erliegen. Doch auch wenn er sein vermeintliches Ziel erreicht, scheitert er ausgerechnet an seiner Abhängigkeit von der ihm so verhassten Welt.

Ob er am Ende "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war, wie Krakauer in seinem Buch schrieb, liegt im Auge des Betrachters. Penn tendiert offensichtlich zur ersten Variante, und setzt dem Film eine rosafarbene Brille auf, gibt ihm aber auch einen ansteckenden Abenteuergeist.

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Emile Hirsch blüht in der Rolle des Chris erwartungsgemäß auf, kann sich allerdings auch auf großartige Nebendarsteller stützen. William Hurt und Marcia Gay Harden geben als seine Eltern routinierte aber glaubwürdige Vorstellungen ab, Catherine Keener und Brian Dierker gefallen als Hippiepärchen. In weiteren Kurzauftritten sind Jena Malone, Vince Vaughn, Kristen Stewart und nicht zuletzt Hal Holbrook zu sehen, der sich mit seinem gefühlvollen Auftritt für einen Oscar empfiehlt.

Wohl jeder Mensch träumt früher oder später mal davon, einfach alles hinter sich zu lassen und auszusteigen. Into the Wild erzählt von einem, der es getan hat - und erst zu spät erkannte, was wirklich zählt.
Für den einen mag es die bewegende Geschichte eines echten Abenteurers sein, für den anderen ein hübsch anzusehender Film über einen Naivling, der weder mit Mensch noch Natur zurecht kommt. Sehenswert ist Into the Wild in jedem Fall.


Autor: Felix "Flex" Dencker



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Das Flimplakat zu Into the Wild

Into the Wild

Abenteuer USA, 2007

Kinostart: 31.01.2008


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