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12.12.07 01:27

Der Klang des Herzens

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Kritik:

größere AnsichtDer Klang des Herzens

Wie gemein. Da habe ich gerade erst Der Sternwanderer dafür gefeiert, dass er den Mut besaß, zu seiner Märchenhaftigkeit zu stehen, und nun zerreiße ich Der Klang des Herzens genau deshalb in der Luft.
Der Grund ist einfach: Jede Szene in Kirsten Sheridans Musik-/Liebes-/Familienmärchen stinkt nach Kalkül.

Kneipenrocker Jonathan Rhys-Meyers und Chellistin Keri Russel lernen einander auf gar unwahrscheinliche Art kennen, verbringen eine gemeinsame Nacht und werden auf ebenso unwahrscheinliche Art wieder voneinander getrennt.
Als Ergebnis turnt elf Jahre später der kleine Freddie Highmore durch Waisenhäuser und Straßen, auf der Suche nach seinen Eltern, die aus - ich traue mich kaum es zu sagen - unwahrscheinlichen Gründen nichts von seiner Existenz wissen.

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Was für ein Glück, dass der Junge, der von einem zwielichtigen Robin Williams inzwischen August getauft wurde, sich als musikalisches Wunderkind erweist. Nach einer Nacht mit einer Gitarre spielt er wie Andy McKee, und kaum da er Noten lesen kann, schreibt er seine erste Symphonie. Während Williams ihn durch Bars schleppt, um Geld mit seinen Schrammelkünsten zu verdienen, glaubt August ganz fest daran, dass die Kraft seiner Musik seine Familie wieder zusammenführen kann.

Saccharin und heiße Luft.
Die Idee von der Musik als Star-Wars-artige "Macht", die alle Dinge umgibt und verbindet, könnte sicher als Basis für einen rührenden Schmachtstoff herhalten, doch müssten die Figuren dafür so etwas wie Leben entwickeln. "Der Sänger", "die Musikerin", "das Wunderkind" und "der raffgierige Geschäftsmann" bieten keinerlei Substanz. Jonathan Rhys-Meyers und Keri Russel füllen ihre von Klischees durchtränkten Rollen soweit sie können aus, doch kommen sie nicht gegen die Allmacht der Archetypen an, die jede Charakterentwicklung zur Farce verkommen lassen. Selbst Freddie Highmore, ansonsten eine sichere Bank wenn es um das Auspressen von Tränensäcken geht, spielt so opernhaft als sei er bemüht, auch die Zuschauer in den obersten Logen an seinen Emotionen teilhaben zu lassen.

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Das Flimplakat zu Der Klang des Herzens

Der Klang des Herzens

Drama USA, 2007

Kinostart: 13.12.2007


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