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22.10.07 21:15

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

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Kritik: (Eine ganz andere Meinung zum Film gibt es von Felix "Flex" Dencker in seinem Blog. Einfach hier klicken.)

größere AnsichtDie Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Im Jahr 1881 ist Jesse James (Brad Pitt) bereits eine lebende Legende. Der wohl prominenteste Bandit der US-Geschichte ist Gegenstand zahlreicher Groschenromane, die Sensationspresse macht ihn zu einem modernen Robin Hood. Sein größter Bewunderer ist der 19-jährige Robert Ford (Casey Affleck), der sich nichts sehnlicher wünscht, als an der Seite seines großen Vorbilds zu reiten.
Während der charismatische Verbrecher aufgrund des auf ihn ausgesetzten Kopfgeldes immer paranoider wird und zahlreiche ehemalige Verbündete vorbehaltlich ausradiert, schafft es der ehrgeizige Ford, sein Vertrauen zu erlangen. Was dutzenden Gesetzeshütern in ganz Amerika nicht gelang, schafft der junge Mann am 3. April 1882: Er tötet Jesse James und wird auf einen Schlag selbst zur Berühmtheit.

größere AnsichtDie Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford vereint zwei Charakterstudien auf eine Laufzeit von knapp 160 Minuten. Das Vorhaben, einen entlarvenden Blick hinter die medienmanipulierten Masken der beiden Protagonisten zu werfen, gelingt hierbei vorzüglich, was nicht zuletzt an den großartigen Darbietungen von Brad Pitt und vor allem Casey Affleck liegt. Die Regiearbeit von Andrew Dominik (Chopper) nach dem gleichnamigen Roman von Ron Hansen ist kein Werk der großen Worte: Beide Hauptdarsteller erweisen sich als wahre Meister reduzierter und zugleich ausdrucksstarker Mimik. Pitt verleiht seiner Filmfigur eine ungeheure Präsenz und genau jenen Grad an schwer zu beschreibender, vereinnahmender Ausstrahlung, die dem echten Jesse James zugeschrieben wurde. Und das völlig frei von Klischees und mit einem Hauch von Verletzlichkeit und damit auch Menschlichkeit. Affleck porträtiert den komplexen Charakter Fords, der weit über blosse Feigheit hinausgeht, ungeheuer intensiv und so facettenreich, dass nie auf plumpe Gut/Böse-Schemata zurückgegriffen werden muss. Im übrigen ist der Streifen bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt: Von Paul Schneider über Jeremy Renner bis hin zum wie immer exzellenten Sam Rockwell, an der Ensembleleistung gibt es rein gar nichts auszusetzen.

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