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19.02.10 17:29

Alice im Wunderland: Interview mit Tim Burton

Seite 8

Interview: Frage: Was hat Sie am meisten zum Look des Films inspiriert?
Tim Burton: Wir haben uns nicht nur auf eine Sache konzentriert – es gibt so viel Verschiedenes. Wir haben uns Bilder von Bäumen angesehen. Wir haben dazu einige tolle Designskizzen bekommen, die uns gefallen haben und die wir dann benutzt haben. Unser Ziel bestand letztlich darin, der Essenz der Geschichte treu zu bleiben und ihr dabei neue Impulse zu verleihen. Das Ganze sollte mit einem neuen Feeling rüberkommen. Dann wiederum gibt es natürlich einen Grund, warum einem die Grinsekatze gefällt, oder die Raupe oder der Verrückte Hutmacher – diese Figuren sind im Bewusstsein der Leute, weil sie starke Metaphern sind. Es war unumgänglich dem Rechnung zu tragen.

Frage: Warum haben Sie sich dafür entschieden den Film in 3D zu drehen?
Tim Burton: Nun, 3D ist nicht nur eine Modeerscheinung. Es wird sich durchsetzen. Das heißt natürlich nicht, dass jeder Film in 3D gedreht werden wird. Aber hier war es so, dass Alice von der Geschichte her in 3D einfach sehr passend erschien. Also haben wir die 3D-Effekte nicht zu ihrem Selbstzweck verwendet, sondern versucht sie als Teil von Wunderland zu etablieren. Somit haben wir die Technologie dem Ausgangsmaterial angepasst.

Frage: Haben Sie in 3D gedreht oder wurde das Material erst nach dem Filmen konvertiert?
Tim Burton: Wir haben die Aufnahmen nicht mit einem 3D-Kabel gemacht. Bei den verschiedenen Techniken, die wir verwendet haben – reine Animation, Live-Action und eine Verbindung dieser beiden – gab uns die konventionelle Aufnahmetechnik mehr Freiheiten. So konnten wir in die Tiefe gehen und die Ebenen erreichen, die wir erreichen wollten – und zwar innerhalb der Zeit, die uns dafür zur Verfügung stand. Abgesehen davon kann ich den Unterschied ohnehin nicht sehen. Sicherlich gibt es Leute die sagen, dass es auf die eine oder auf die andere Art besser oder schlechter aussieht... Aber uns erschien es so die richtige Herangehensweise. Nachdem ich gesehen hatte, was sie aus Nightmare Before Christmas mit der Konvertierung gemacht hatten, hatte ich wirklich keinen Grund mehr dafür, anders zu drehen. Wir haben versucht, den gesamten Produktionsprozess zu beschleunigen und am Ende kann ich keine Qualitätsunterschiede feststellen.

Frage: Wirkt sich die 3D-Technologie auf die Geschichte aus?
Tim Burton: Früher hat man die Brillen aufgesetzt und kam dann später aus dem Kino mit quälenden Kopfschmerzen. Das ist heute nicht mehr der Fall, es ist ein viel angenehmeres Erlebnis daraus geworden. Ich selbst halte nicht viel von dem Griff in die Trickkiste, außer er kann einen Film bereichern, wie hier: Es versetzt dich in diese Welt. Ausgehend von den „Alice“-Vorlagen ist die Technologie ganz hilfreich, das Ganze besser zu erlebbar zu machen: z.B. das Wachsen und Schrumpfen der Charaktere oder die besonderen Orte und Räume, die man betritt. Natürlich dürfen solche Filme nicht nur in 3D gut aussehen, sondern sie müssen als Film für sich stehen und etwas sein, das man gerne sehen will. Die effekthascherische Komponente von 3D bleibt auf der Strecke, es geht eher darum den Zuschauer noch mehr in den Film hineinzuversetzen. Als Nightmare zu 3D konvertiert wurde, dachte ich mir, dass der Film schon immer so hätte sein müssen. Man konnte die Beschaffenheit der Figuren besser wahrnehmen, man fühlte sich eigentlich so, als wäre man am Set. Und ich denke, das steigert das Erleben beim Zuschauen. „Alice“ schien einfach die richtige Geschichte zu sein, um sie in 3D zu erzählen. Ich frage mich immer, ob es das richtige Medium für die Geschichte ist und mache so etwas nicht nur aus Effekthascherei oder weil es gerade ‚in’ ist. In diesem Fall erschien es einfach passend. Zu sehen, wie diese Geschichte in 3D zum Leben erweckt wird, unterstützt das Ausgangsmaterial zusätzlich. Man bekommt so ein gewisses Gefühl des Entrückseins , was ein entscheidendes Element dieses Films war.

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Das Flimplakat zu Alice im Wunderland

Alice im Wunderland

Fantasy USA, 2010

Kinostart: 04.03.2010


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